Beitrag getagt mit Türkei


Kundgebung am zweiten Jahrestag der Taksim Proteste in Berlin

Thorsten Strasas

Rund 100 Menschen nehmen an einer Kundgebung am Kottbusser Tor in Berlin Kreuzberg teil, die anlässlich des zweiten Jahrestages der Proteste um den Gezi Park in Istanbul an die Opfer der Proteste erinnert. Zudem erneuerten die Teilnehmer ihre Forderungen nach Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in der Türkei und kritisierten Recep Tayyip Erdogan und seine AKP.
An der Kundgebung beteiligte sich auch Hakan Taş, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin für Die Linke.

Bildmaterial von Thorsten Strasas.

Erinnerung an den vor einem Jahr gestorbenen Jugendlichen Berkin Elvan

Thorsten Strasas

Mit einer Kundgebung am Kottbusser Tor in Berlin Kreuzberg wurde dem durch die türkische Polizei getöteten Berkin Elvan gedacht.
Die Polizei in Istanbul traf den damals 14jährigen Berkin während der Gezi Park Proteste mit einer Tränengaskartusche am Kopf.

Berkin war an den Protesten nicht beteiligt, sondern geriet als Unbeteiligter unter Beschuss. Nach 269 Tagen im Koma verstarb Berkin Elvan am 11. März 2014.

Bildmaterial von Thorsten Strasas.

Kundgebung zur Unterstützung von Ruben, Chris und Björn vor Türkischer Botschaft

Christian Ditsch

Als Reaktion auf die Verhaftung der deutschen Fotojournalisten Ruben Neugebauer, Chris Grodotzki und Björn Kietzmann am Samstag den 11. Oktober 2014 in Diyabakir, Türkei, versammelten sich Journalisten und die internationale Journalistenorganisation „Reporter ohne Grenzen“ vor der türkischen Botschaft in Berlin. Die drei Fotojournalisten wurden von einer türkischen Antiterror-Einheit mit dem Vorwurf festgenommen, sie seien Spione und Saboteure. Sie hatten aus Diyabakir über die Konflikte der Kurden mit den türkischen Behörden und Sicherheitskräften berichtet, die aufgrund des Krieges der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) ausgebrochen waren.

Neugebauer, Grodotzki und Kietzmann wurden am 13. wieder aus der Haft entlassen und es wurde in einer ersten Verhandlung über eine mögliche Abschiebung aus der Türkei entschieden. Die drei dürfen vorerst weiter in der Türkei bleiben, jedoch können sie nicht arbeiten, da ihre Arbeitsgeräte beschlagnahmt bleiben.

Weiter sitzen ca. 20 weitere lokale und internationale Journalistenin der Türkei  in Haft, die über den Konflikt der Kurden im syrischen Kobane mit der Terrororganisation IS berichteten.

Bildmaterial von Yusuf Beyazit, Christian Ditsch und Andrea Linss.

Die drei in der Türkei festgenommenen Fotografen sind frei und werden nicht abgeschoben

freerubenchrisbjoern

Die drei auch zu den Photographers in Solidarity gehörenden Fotografen Björn Kietzmann, Ruben Neugebauer und Chris Grodotzki sind nach 31 Stunden der Inhaftierung freigelassen worden. Björn Kietzmann gab inzwischen auch bekannt, dass sie frei bleiben und nicht abgeschoben werden. Ihre Kameraausrüstung sei jedoch nach wie vor bei der Polizei.

Wir fordern nach wie vor, dass alle Vorwürfe gegen die drei Fotografen fallengelassen werden und die Pressefreiheit in der Türkei garantiert wird.

 

 

Einige Updates zu den festgenommenen Fotografen Chris, Ruben und Björn

freerubenchrisbjoern

Eine Unterstützergruppe um die Fotografen Benjamin Hiller und Flo Smith haben eine Presseerklärung herausgegeben:

„Turkey: Yet another attack on the Freedom of Press

Yesterday (11th October 2014) in the late evening/early night hours the three German freelance photojournalists Ruben Martin Neugebauer, Björn Kietzmann and Christian Grodotzki got arrested by the Turkish Police on the streets of Diyarbakir/Turkey. Our colleagues where there to cover the current situation in East-Turkey. The lawyers confirmed that they got arrested while talking to people near a mall.
The police claim that our three colleagues (who have German and international Press IDs and work for German and international newspapers and photo-agencies) are “provocateurs”, thought we do not know for what reasons they got exactly arrested.
Currently they are held at the “TEM Sube Polis Okule Yani” (Anti Terror Police Unit) in Diyarbakir and got interrogated. The police want to bring them to court on Sunday (13th October 2014) and press charges against them. As a colleague of ours managed to confirm at least two other foreign Journalists are imprisoned alongside them.
The German Embassy as well as the German Foreign Office is informed, as are Reporters without Borders (German Section).
All three colleagues ask now the media to report on this incident and put pressure on the Turkish state. Turkey has had a bad reputation on Freedom of the Press since several years, but especially after the Gezi Park Protests the situation got a lot worse, also for the international Press.

We urge the Turkish State to respect the journalistic freedom to report on the situation in East-Turkey and to stop violating the basic rights of Journalists.

If you have any inquires or questions feel free to contact me – flo@coterie-collective.cc or Benjamin Hiller Photojournalist – ben@coterie-collective.cc

The Support Group for Björn, Ruben and Christian
12th of October, 5pm, Berlin/Germany“

 

Auf Twitter wird der Hashtag #freerubenchrisbjoern verwendet.

 

Die Seite Beobachternews.de meldet um 17:20 Uhr:

„Die drei sitzen scheinbar in Einzelzellen. Ebenso sind wahrscheinlich weitere Journalisten und Medienvertreter im gleichen Gefängnis eingesperrt worden. Sie sollen wahrscheinlich morgen vor Gericht gestellt werden. Kurz vor ihrer Festnahme haben die drei in einem Einkaufzentrum Menschen interviewt, als die Polizei auftauchte und sie verhaftete.“

 

Das Peng Collective weißt auf ein Spendenkonto bei den Reportern ohne Grenzen hin und liefert einen Presseüberblick: Free Ruben, Chris and Björn.

 

Zudem gibt es bereits eine Reihe von Pressemeldungen:

Deutsche Welle: German jounalists arrested in Turkey for covering Kurdish protests

Tagesschau.de: Drei deutsche Fotografen festgenommen

ntv.de: Polizei nimmt deutsche Journalisten fest

SPON: Drei deutsche Journalisten in der Türkei festgenommen

Stern.de Drei deutsche Fotoreporter in der Türkei festgenommen

Focus.de: Spionage-Verdacht: Drei deutsche Journalisten in der Türkei festgenommen

Bild.de: Im Südosten der Türkei sind drei freiberufliche Fotoreporter aus Deutschland festgenommen worden

Faz.net: Deutsche Journalisten in der Türkei festgenommen

Zeit.de: Deutsche Journalisten in der Türkei verhaftet

Süddeutsche.de: Deutsche Fotoreporter in der Türkei festgenommen

RPonline.de: Drei deutsche Journalisten in der Türkei festgenommen

Welt.de: Deutsche Journalisten in der Türkei verhaftet

Handelsblatt.de: Türkei nimmt drei deutsche Journalisten fest

taz.de: Drei Fotojournalisten festgenommen

Tagesspiegel.de: Deutsche Fotoreporter in der Türkei festgenommen

Berliner Zeitung.de: Deutsche Fotoreporter festgenommen

Berliner Morgenpost.de: Berliner Fotograf in türkischer Stadt festgenommen

Abendzeitung München.de: Drei deutsche Fotoreporter in der Türkei festgenommen

JungeWelt.de: Zeugen unerwünscht

neuesdeutschland.de: Drei deutsche Journalisten in der Türkei verhaftet

Freelens.de: Drei Fotografen in Diyarbakir festgenommen

ORF.at: Deutsche Fotoreporter im Südosten der Türkei festgenommen

Standard.at: Türkische Polizei nimmt deutsche Reporter fest

DiePresse.com: Deutsche Fotoreporter in der Türkei festgenommen

Haaretz.com: 5:38p.m. Three German freelance photo-journalists were arrested in Turkey

NOS.nl: Drie Duitsers gearresteerd in Turkije

Sözcü.com.tr: Alman gazetecilere casusluk gözaltısı

Zudem berichtet Info Radio im laufenden Programm.

Drei unserer Fotografen in der Türkei festgenommen

freerubenchrisbjoern

Gestern, am 11.10.2014, wurden die drei Fotografen Björn Kietzmann, Chris Grodotzki und Ruben Neugebauer von der türkischen Polizei in Diyarbakir festgenommen. Die drei Fotografen waren dort, um als Journalisten über die Proteste zu Kobane zu berichten.

Wie es heißt, werfe ihnen die Polizei vor, Spione und Provokateure zu sein. Sie sollen im Gefängnis „Tem Sube Müdürlügü“ sein. Zur Zeit sind sie nicht über ihre Mobiltelefone zu erreichen.

Wir protestieren auf das Schärfste gegen diesen Angriff auf die Pressefreiheit.

Die drei müssen umgehend freigelassen und eine freie Berichterstattung durch die Presse gewährleistet werden. Eine Inhaftierung oder auch nur Einschüchterung durch derartige, falsche Vorwürfe kann nicht hingenommen werden.

„2. Internationale Çapulcu Parade 2014“ zum Jahrestag der Taksim-Proteste

Oliver Feldhaus

Rund ein Jahr nach dem Aufflammen der Proteste rund um den Taksim-Platz fand in Berlin Neukölln und Kreuzberg die „2. Internationale Çapulcu Parade 2014“ statt. Mehrere hundert Menschen protestieren gegen die Politik von Recep Tayyip Erdoganz und seiner AKP-Regierung, sowie die anhaltende Polizei-Brutalität in türkischen Städten zur Unterdrückung jeglichen Protestes.

Bildmaterial von Oliver Feldhaus.

Demonstration in Paris am ersten Jahrestag der Proteste vom Taksim Platz

Andrea Linss

In Paris fand eine Demonstration anlässlich des ersten Jahrestages der Proteste in der Türkei statt.

Die Proteste, die die ganze Türkei erfassten, begannen, als die türkische Polizei auf Geheiß der Regierung von Recep Tayyip Erdogan ein Protest Camp gegen die Bebauung des Gezi Parks brutal räumen ließ.

Bildmaterial von Andrea Linss.

Demonstration gegen Polizeigewalt in der Türkei

Andrea Linss

Mehrere hundert Menschen gehen in Kreuzberg auf die Straße, um unter dem Motto „Ugur Kurt – Katil Polis! Stoppt den Terror der türkischen Polizei!“ gegen die anhaltende Brutalität der türkischen Polizei zu protestieren. Dabei wurde auch den letzten beiden Toten bei Protesten in der Türkei Uğur Kurt und Asyen Yilmaz gedacht.

Bildmaterial von Andrea Linss.

Trauer und Wut über die Opfer von Soma

Yusuf Beyazit

Mehrere hundert Menschen gehen nach einem Aufruf linker Gruppen in Kreuzberg auf die Straße, um den Opfern im Bergwerk von Soma zu gedenken und ihre Wut über das Profitdenken der Betreiber und der türkischen Regierung unter Recep Tayyip Erdogan auszudrücken.

Bildmaterial von Yusuf Beyazit und Florian Boillot.

Kundgebung in Gedenken an die Opfer von Soma

Florian Boillot

Rund 100 Menschen versammeln sich auf dem Berliner Breitscheidplatz zu einer Kundgebung unter der Motto: „Es war Mord kein Unfall“ um ihre Solidarität mit den Arbeitern von Soma in der Türkei zu zeigen und gegen die Regierung von Recep Tayyip Erdogan und seiner AKP zu demonstrieren.

Bildmaterial von Florian Boillot.

Hunderte demonstrieren in Kreuzberg nach dem Tod von Berkin Elvan

Yusuf Beyazit

Rund 700 Menschen zogen am Abend durch den Berliner Bezirk Kreuzberg, um gegen die Polizeibrutalität in der Türkei zu protestieren und dem einen Tag zuvor nach 269tägigem Koma verstorbenen Jugendlichen Berkin Elvan zu gedenken.
In Sprechchören erinnerten die Demonstranten an Berkin Elvan und forderten den Rücktritt von Recep Tayyip Erdogans AKP-Regierung.

Bildmaterial von Yusuf Beyazit, Andrea Linss und Thorsten Strasas.

Rund 1.000 Menschen demonstrieren in Berlin spontan nach dem Tod von Berkin Elvan

Oliver Feldhaus

Rund 1.000 Menschen haben in Berlin Kreuzberg spontan demonstriert, nachdem am Morgen der 15jährige Berkin Elvan nach 269 Tagen im Koma gestorben war. Berkin Elvan würde während der Gezi-Proteste von der türkischen Polizei als völlig Unbeteiligter mit einer Tränengasgranate am Kopf getroffen – er wollte nur für seine Mutter Brot holen.
Die Demonstranten in Berlin bekundeten auf Schildern, Transparenten und in Sprechchören ihre Trauer und ihre Solidarität mit der Familie von Berkin Elvan, sowie der Gezi-Park-Bewegung.

Bildmaterial von Florian Boillot, Oliver Feldhaus, Christina Palitzsch und Thorsten Strasas.

Kundgebung und spontane Demonstration nach dem Tod von Ahmet Atakan

Thorsten Strasas

Mehrere hundert Menschen haben sich am Kottbusser Tor im Berliner Bezirk Kreuzberg versammelt, um dem 22-jährigen Ahmet Atakan zu gedenken, der in der türkischen Stadt Hatay von Polizisten getötet wurde. Sie protestierten zudem gegen Polizeigewalt und die Regierung von Recep Tayyip Erdogan.

Nach der Kundgebung wollten die Menschen zu einer spontanen Demonstration aufbrechen, die von der Polizei zunächst unterbunden wurde. Erst nach einiger Zeit durften die Protestierenden ihre Demonstration fortsetzen. Es kam zu keinen weiteren Zwischenfällen.

Bildmaterial von Yusuf Beyazit und Thorsten Strasas.

Protest nach der Ermordung von Dora Özer

Thorsten Strasas

Rund 200 Menschen trafen sich am Kottbusser Tor um am dortigen Protest-Zelt der ermorderten Dora Özer zu gedenken und gegen Vorurteile aufgrund von sexueller Orientierung zu protestieren. Die Kundgebung fand unter dem Motto „Nefret Cinayetlerine Dur De!/Stop hate crimes!/Stoppt die Haßverbrechen!“ statt.

Bildmaterial von Florian Boillot und Thorsten Strasas.