Beitrag getagt mit Sudan


Sudanesische Geflüchtete besetzten am Donnerstag kurzfristig die Botschaft des Sudan in Berlin

Oliver Feldhaus

Sudanesische Geflüchtete besetzten am Donnerstag kurzfristig die Botschaft des Sudan in Berlin. Mit ihrer Aktion demonstrierten sie gegen das Regime im Sudan und ihre Situation als Geflüchtete in Deutschland. Sie forderten die Aussetzung der Handelsbeziehungen zwischen der Bundesrepublik und dem Sudan, sowie die Schließung der Botschaft und die Anerkennung ihres Asyls.

Seit 2003 starben im sudanesischen Bürgerkrieg huntertausende Menschen und Millionen Menschen sind auf der Flucht. Präsident Omar al-Bashir wird vom Internationalen Strafgerichtshof wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschheit gesucht.

Nach Eintreffen der Polizei verließen die Besetzer friedlich die Botschaft und setzten ihren Protest vor dem Gebäude fort.

In ihrer Erklärung heißt es:

„Wir erheben diese Forderungen, weil wir für einen friedlichen, sicheren und demokratischen Sudan kämpfen.
Aus einem friedlichen, sicheren und demokratischen Sudan müssten wir nicht fliehen.
Mit einem friedlichen, sicheren und demokratischen Sudan müssten wir heute, hier an dieser Stelle auch nicht als Geflüchtete stehen müssen“.

Vollständige Erklärung der Besetzer.

 

Oliver Feldhaus

© Oliver Feldhaus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildmaterial von Florian Boillot.

Proteste gegen das Regime im Sudan

Thorsten Strasas

Rund 150 Menschen nehmen an einer Demonstration auf dem Kurfürstendamm in Berlin teil, um gegen das sudanesische Regime von Präsident Umar al-Baschir zu protestieren. Umar al-Baschir wird vom Internationalen Gerichtshof per Haftbefehlt wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit gesucht. Zudem richtet sich der Protest gegen die Zusammenarbeit der Bundesregierung mit dem Regime.
Die Geflüchteten kamen größtenteils aus Hannover vom dortigen Protestcamp auf dem Weißekreuzplatz. Einige besetzten bereits vor einigen Tagen vorübergehend die sudanesische Botschaft.

Bereits im Januar 2013 kritisierten Refugees während deutsch-sudanesischer Wirtschaftkonsultationen auf einer Pressekonferenz und mit einer Demonstration zu der jetzt besetzten Botschaft die Zusammenarbeit der Bundesrepublik mit dem sudanesischen Regime.

Bildmaterial von Johann Stemmler und Thorsten Strasas.

Refugees besetzen die sudanesische Botschaft in Berlin

Björn Kietzmann

Protest für Menschenrechte in Berlin. Zehn sudanesische Refugees vom Protestcamp am Weißekreuzplatz in Hannover besetzen die Botschaft des Sudans in Berlin. Die Besetzer fordern, dass der sudanesische Präsident Umar al-Baschir vor den Internationalen Gerichtshof gebracht wird. Gegegn diesen liegt seit 2009 ein Haftbefehl wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. Die Bundesrepublik Deutschland möge zudem ihre Unterstützung und Zusammenarbeit mit der sudanesischen Regierung einstellen. Die Besetzung endete friedlich nach rund drei Stunden.

Es ist nicht der erste Protest vor der Botschaft. Bereits im Januar 2013 kritisierten Refugees während deutsch-sudanesischer Wirtschaftkonsultationen auf einer Pressekonferenz und mit einer Demonstration zu der jetzt besetzten Botschaft die Zusammenarbeit der Bundesrepublik mit dem sudanesischen Regime.

Bildmaterial von Björn Kietzmann.

 

Proteste zur Flüchtlingssituation Sudan und Ägypten

© Dirk Stegemann

Die Refugees protestieren vor dem Auswärtigen Amt.

Bildmaterial von Dirk Stegemann (Set 1), Dirk Stegemann (Set 2).

Demonstration zur Botschaft des Sudan

© Björn Kietzmann

Unter dem Motto „Demonstration against governmental German-Sudanese collaboration, against victims of war and genocide in Sudan“ ziehen mehrere hundert Demonstranten über den Kurfürstendamm zur Botschaft Sudans, um angesichts der deutsch-sudanesischen Wirtschaftkonsultationen gegen das sudanesische Regime und die deutsche Zusammenarbeit mit diesem zu protestieren.

Bildmaterial von Björn Kietzmann, Dirk Stegemann und Thorsten Strasas.

Pressekonferenz der Refugees zu den deutsch-sudanesischen Wirtschaftkonsultationen

© Thorsten Strasas

Die Refugees halten im Protestcam am Oranienplatz eine Pressekonferenz ab, um über die anstehenden Protestaktionen gegen die deutsch-sudanesischen Wirtschaftkonsultationen zu informieren und die verheerende Lage im Sudan zu erklären. Zudem weisen sie auf die schwierige Situation von Flüchtlingen in Deutschland hin.

Bildmaterial von Thorsten Strasas.