Beitrag getagt mit St. Thomas


Refugees verlassen die St. Thomas Kirche und erhalten durch die Kirche Schlafplätze

Florian Boillot

Eine weitere Verhandlungsrunde in der St. Thomas Kirche in Berlin Kreuzberg zwischen den Flüchtlingen und Bertold Hoecker, Superintendent im Evangelischen Kirchenkreis Berlin Stadtmitte, sowie Peter Storck, Stellvertretender Superintendent. Bertold Hoecker verließ die Kirche zunächst ohne Ergebnis. Ein paar Minuten später verkünden die Flüchtlinge, dass sie die Angebote annehmen: ca. 60 provisorische Schlafplätze in mehreren Orten. Vor der St. Thomas Kirche am Mariannenplatz werden dann Karten, Hausausweise, für die Schlafplätze an die registrierten Flüchtlinge verteilt.

Bildmaterial von Florian Boillot.

Verhandlungen über Unterbringung der Refugees am zweiten Tag der Besetzung der St. Thomas Kirche

Florian Boillot

Ab späten Nachmittag wird ein Vereinbarungspapier der St. Thomas Kirche in Berlin Kreuzberg zwischen den Flüchtlingen und Peter Storck, Stellv. Superintendent verhandelt.

Die Kirche hat für einen Monat 38 Schlafplätze im Konvit in der Borsigstraße für die Leute, die ein „grünes Ticket“ bekommen haben versprochen. Am Abend erstellen die Flüchtlinge ein Liste mit über 60 Namen. Kurz vor Mitternacht werden die Verhandlungen ergebnislos unterbrochen und die Matratzen in die Kirche verteilt.

Bildmaterial von Florian Boillot.

Refugees besetzen St. Thomas Kirche in Kreuzberg

Thorsten Strasas

Mehrere Dutzend Refugees haben am frühen Abend die St. Thomas Kirche in Berlin Kreuzberg besetzt. Darunter befinden sich auch viele Flüchtlinge, die nach der Weigerung Berlins, die in der Oranienplatz-Vereinbarung zugesicherte Fortführung der Asylanträge durchzuführen, nun auf der Straße sitzen.

Einer der Gründe, warum diese Kirche besetzt wurde, ist die Haltung der Pfarrerin Claudia Mieth. So schrieb sie im August 2014 in der Gemeindezeitung: „…müssen wir die humanen Aspekte dieser schwierigen Situation immer wieder aufzeigen und anfragen. Wie genau das in unserer Gemeinde aussehen kann, müssen wir gemeinsam diskutieren.“

In Gesprächen u.a. mit der verantwortlichen Pfarrerin Claudia Mieth, Marie-Luise Beck und Pfarrer Peter Storck von der Heilig-Kreuz-Kirche, einigten sich die Refugees und die Kirchenvertreter darauf, dass die Flüchtlinge die erste Nacht in der Kirche verbringen können.

Bildmaterial von Christian Ditsch, Christina Palitzsch und Thorsten Strasas.