Beitrag getagt mit Pressekonferenz


Roma protestieren mit Denkmal-Besetzung in Berlin gegen drohende Abschiebungen

Christina Palitzsch

Etwa 70 von Abschiebung bedrohte Roma‬ und einige Unterstützer besetzten das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma in Berlin‬ – Mitte.

Damit wollten sie aufmerksam machen auf die zunehmende Diskriminierung und die massenhafte Abschiebung in sogenannte sichere Herkunftsländer, wo sie ein Leben in Armut, Ausgrenzung und meist offener Anfeindung seitens der Mehrheitsbevölkerung erwartet. Die Besetzer forderten, eine Nacht auf dem ihren Vorfahren gewidmeten Gelände bleiben zu dürfen. Nach langen Verhandlungen mit Stiftungsvorsitz und Politikern wurden sie von der Polizei gegen Mitternacht mit Gewalt geräumt.

„Wir werden seit 700 Jahren herumgeschoben. Wir haben nie ein Recht bekommen. Und wir werden das auch, glaube ich, nie bekommen.“
Isen Asanovski.

Bildmaterial von Oliver Feldhaus, Björn Kietzmann und Christina Palitzsch.

 

Am Tag nach der Räumung gaben roma Aktivisten eine Pressekonferenz vor dem Mahnmal. Sie widersprachen Medienberichten, wonach sie ihren Bleiberechtprotest am Denkmal freiwillig beendet hätten und berichteten davon, dass sie teilweise bei dem nächtlichen Polizeieinsatz verletzt wurden.

Auch Uwe Neumaerker, der Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, sowie die Politiker Fabio Reinhardt (MdA Berlin, Piraten) und Ulla Jelpke (MdB, Linke) kamen zur Pressekonferenz vor dem Mahnmal. Trotz kritischer Diskussionen umarmten die Roma Stefan Asanovski und Isen Asanovski den Stiftungdirektor Uwe Neumaerker und baten ihn um weitere Hilfe.

Einige Polizeikräfte standen am Rand der Pressekonferenz, offenbar um ein erneutes betreten des Denkmals durch die protestierenden Roma zu verhindern.

Bildmaterial von Björn Kietzmann.

US- Bürgerrechtlerin Angela Davis besucht Refugees der besetzten Gerhart-Hauptmann-Schule in Berlin

Oliver Feldhaus

Nachdem der US-Bürgerrechtlerin Angela Davis der Zutritt zur von Refugees besetzten Gerhart-Hauptmann-Schule durch das von Grünen geführte Bezirksamt Kreuzberg-Friedrichshain verboten wurde, trafen sich Refugees und die seit Jahrzehnten aktive Kämpferin für Rechte von Minderheiten außerhalb der Schule. Refugees erläutern dort der US-Bürgerrechtlerin ihre Situation. Zuvor hatte bereits ein längeres intensives Gespräch über weitere Strategien der Refugeebewegung in einem nahegelegenen Lokal stattgefunden.

Bildmaterial von Florian Boillot, Christian Ditsch und Oliver Feldhaus.

Pressekonferenz nach Brandanschlag auf Kunstprojekt „Haus der 28 Türen“

Johann Stemmler

Angehörige der Flüchtlingsbewegung in Berlin verurteilen den feigen Brandanschlag auf das „Haus der 28 Türen„. Sie erinnern an die Bedeutung des Oranienplatzes für die Bewegung und bekunden den Willen, den symbolträchtigen Ort als Versammlungsplatz nicht aufgeben zu wollen.

Eine Erklärung der Refugee Bewegung um den Oranienplatz zu dem Anschlag findet sich hier.

Bildmaterial von Johann Stemmler.

Pressekonferenz und Hochzeit auf dem Oranienplatz

Florian Boillot

Im Haus der 28 Türen auf dem Oranienplatz findet eine Pressekonferenz zur Situation von Frauen in Flüchtlingsunterkünfte mit Elizabeth Ngari von Women in Exile, sowie Ivy und Jennifer vom International Women’s Space und zudem die Hochzeitsfeier der Flüchtlingsaktivistin Napuli Paul Langa und ihrem Mann Max statt.

Bildmaterial von Florian Boillot.

Pressekonferenz der Refugees vor der Gerhart-Hauptmann-Schule angesichts der angedrohten Räumung durch das Bezirksamt

Oliver Feldhaus

Die Refugees in der besetzten Gerhart-Hauptmann-Schule in Berlin Kreuzberg geben am Tag nach dem Auslaufen des Ultimatums zur Räumung der Schule eine Pressekonferenz. Auf dieser schildern sie ihre Lage und berichten vom letzten, vergeblichen Gespräch der Bezirksbürgemeisterin Monika Herrmann (Bündnis90/Grüne).

Bildmaterial von Oliver Feldhaus.

Pressekonferenz zum angedrohten Zwangsauszug der verbliebenen Flüchtlinge in der Gerhart-Hauptmann-Schule

Christina Palitzsch

Nachdem der Bezirk einen Teil der Geflüchteten im Juni mit einem Polizeigroßeinsatz ‘freiwillig’ räumte, folgte eine Woche der Proteste. Danach wurde den etwa 60 im Haus verbliebenen Menschen zugesichert, dass sie  auch während der dringend nötigen Umbauarbeiten in der Schule bleiben dürfen. Vor einigen Tagen aber bekamen alle Bewohner Post mit der Aufforderung, die Schule innerhalb der kommenden zwei Wochen zu verlassen.

Neben Anwohnerinnen und der Initiative Zwangsräumung verhindern, unterstützen auch zahlreiche Kulturinstitute wie das Gripstheater den Protest der Geflüchteten in der Schule. Intendant Stefan Fischer-Fels spricht von einem fatalen Fehler, die Flüchtlinge aufzufordern zu gehen und bietet neben den bereits laufenden gemeinsamen Theaterprojekten auch an, zwischen Geflüchteten, Bezirk und Senat zu vermitteln.

Bildmaterial von Christina Palitzsch.

Refugees besetzen Parteizentrale von Bündnis90/Grüne vor Sitzung des Bundesrates

Christian Ditsch

Rund fünfzig Flüchtlinge und Unterstützer haben die Parteizentrale von Bündnis 90/Die Grünen in Berlin besetzt.

Sie forderten, dass die Vertreter von Grünen Landesregierungen am Freitag den 19. September 2014 in der Sitzung des Bundesrates gegen die weitere Verschärfung des Asylrechts stimmen. Die Verschärfung würde nach Aussagen von Besetzern auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz, die faktische Abschaffung des Asylrechts bedeuten.

Die Mitarbeiter und die Parteiführung der Grünen solidarisierten sich mit dem Anliegen der Besetzer, wollten aber keine Zusage über das Abstimmungsverhalten im Bundesrat machen. Die Polizei wurde von den Hausherren nicht an das Gebäude gelassen und auch eine Räumung durch die Polzei wurde abgelehnt. Die Polizei hielt sich daraufhin zurück.

Die Parteichefin Simone Peters lud die Besetzer nach deren Pressekonferenz zu einem Gespräch und diskutierte mit ihnen.

Bildmaterial von Florian Boillot, Christian Ditsch und Björn Kietzmann.

Pressekonferenz der Refugees nach dem Ende der Besetzung des Daches in der Gürtelstraße

Oliver Feldhaus

“Sie haben zu uns gesagt, ihr bleibt hier, bis ihr sterbt.”

Saidu

 

Auf einer Pressekonferenz am Infopoint auf dem Kreuzberger Oranienplatz informierten Refugees über vergangenen dreizehn Tagen ihres Protestes auf dem Dach des ehemaligen Hostels in der Gürtelstraße.

Sie berichteten erschüttertende Details über die Verweigerung von Nahrung und Wasser sowie von entwürdigendem Verhalten der Polizei und Behörden. Dabei widersprachen sie auch den Darstellungen der Polizei, ein Polizeiarzt hätte ihren Zustand überwacht. Zudem wiederholten sie den Vorwurf, das ihnen von Unterstützern zugedachte Essen sei vor ihren Augen von Polizeibeamten gegessen worden.

Bildmaterial von Oliver Feldhaus.

 

Einen Audiomittschnitt der Pressekonferenz gibt es hier: Audio.

Pfarrern wird Begegnung mit Refugees verweigert, stattdessen Abendmal an der Absperrung

Florian Boillot

Die vier Geistlichen Ringo Effenberger, Peter Sedler, Silke Radosh-Hinder und Hanns Thomä versuchten die Flüchtlinge in der Unterkunft in der Gürtelstraße in Berlin Friedrichshain zu besuchen, um mit einem Abendmahl geistlichen Beistand zu gewährleisten, sowie Essen und Wasser mitzubringen.

Pfarrer Ringo Effenberger könnte an der Tür mit dem Betreiber reden. Darüberhinaus wurde ein Besuch nicht genehmigt. Nach einer kurzen Pressekonferenz der Unterstützer, entschied sich Pfarrer Ringo Effenberger ein Abendmahl mit Flüchtlingen und Unterstützern vor die Sperrzone zu feiern.

Bildmaterial von Florian Boillot.

Pressekonferenz des Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein zum sog. „Einigungspapier Oranienplatz“

Christian Ditsch

Pressekonferenz des Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein e. V. (RAV) im Maxim-Gorki Theater zum sog. „Einigungspapier Oranienplatz“ und den Flüchtlingen in der besetzten Gerhard-Hauptmann-Schule in Berlin Kreuzberg.

Der Berliner Senat hatte am 18. März 2014 das sog „Einigungspapier Oranienplatz“ präsentiert. Darin werden die Ziele und der Protest der Flüchtlinge als notwendig und richtig anerkannt. Nur ist für die Flüchtlinge in der seit Winter 2012 bewohnten Gerhard-Hauptmann-Schule seit dem nichts positives passiert. Das Gegenteil ist der Fall. Sie sollen auf Anordnung aus dem Bezirksamt der Grünen Bezirksbürgermeisterin Monika Hermann, von der Polizei aus dem Gebäude geräumt werden. Bei dem „freiwilligen Auszug“ am 24.6.2014 ist die Polizei mit gezogenen Maschinenpistolen vorgefahren.

Vierzig Flüchtlinge und Unterstützer sind im Haus geblieben. Seitdem ist der Bereich um die Schule von ca. 900-1000 Polizisten abgeriegelt.
Auf der Pressekonferenz des RAV schilderten Anwältinnen, ein Pastor, ein Traumaspezialist, ein Verfasser eines Rechtsgutachtens der Migrationsbeauftragten sowie der Flüchtlingsrat Berlin ihre Erlebnisse mit den Geflüchteten und aus der besetzten Schule.

Es wurde einhellig erneut gefordert, dass der Senat seine gemachten Zusagen endlich einhält, den Flüchtlingen ihre gesetzlich zustehenden Leistungen gewährt und dass das Räumungsersuchen der Schule zurückgezogen wird.

Bildmaterial von Christian Ditsch.

Einigung zwischen Bezirksamt und Refugees am neunten Tag führt zu Beendigung der Belagerung

Thorsten Strasas

Am nunmehr neunten Tag des Ausnahmezustandes in Kreuzberg kommt Bewegung in die verfahrene Situation um die Gerhart-Hauptmann-Schule.

Unter beharrlicher Vermittlung von Anwälten und den Abgeordneten Canan Bayram (Grüne), Hakan Taş (Linke) und des Mitglied des Budnestages Hans Christian Ströbele (Grüne) gelingt es, das Bezirksamt und die Geflüchteten zu einem Kompromiss zu bewegen. Die genauen Bedingungen und deren Umsetzung bleiben zunächst unklar. Sicher ist, dass das Bezirksamt das Räumungsersuchen zurücknimmt, die verbliebenen Flüchtlinge zunächst in der Schule verbleiben, die Polizei weitgehend abgezogen wird und die Geflüchteten das Dach verlassen.

Trotz weiterhin vieler offener Fragen, herrschte zunächst bei allen Beteiligten große Erleichterung über die Entspannung der dramatischen Situation.

Bildmaterial von Yusuf Beyazit, Oliver Feldhaus, Andrea Linss und Thorsten Strasas.

Pressekonferenz zur Vorstellung des Lampedusa-Manifests in Hamburg

Jutta Schär

Heute Mittag wurde auf einer Pressekonferenz das Lampedusa- Mannifest vorgestellt. Anwesend waren unter anderem Bela B. von den Ärzten und die Kampnagel -Intendantin Ameli Deuflhard. Unterstützer der Gruppe sind zahlreiche Künstler wie Fatih Akim oder Justus Franz.

Das Manifest kritisiert die Politik und die starre Haltung des Hamburger Senats. Der Sprecher der Gruppe Asuquo Udo sagt, dass ca. 100-150 Menschen der Gruppe in Hamburg unter unwürdigen Umständen auf der Straße leben und das Problem sich seit Auflösung der Winter-Notunterkünfte noch verschärft habe.

Zum Manifest geht es hier.

 

Bilder von Jutta Schär:

Jutta Schär

© Jutta Schär

Jutta Schär

© Jutta Schär

Jutta Schär

© Jutta Schär

Pressekonferenz der Asylsuchenden an der Gedächtniskirche

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Bis heute 14:00 sollten die 11 Asylsuchenden vor der Gedächtniskirche den Platz verlassen haben, weil am Samstag die Fans des DFB-Pokalfinales den Platz beanspruchen würden.

Da sie bis zu diesem Zeitpunkt keine anderen Informationen hatten, äußerten sich die Refugees auf einer Pressekonferenz am Mittag zutiefst enttäuscht über das abweisende Verhalten der evangelischen Kirche. Sie bekräftigten entschlossen, nicht vom Platz weichen zu wollen, bis eine Lösung ihrer Probleme in Sicht sei. Man sei aber zur jeder Zeit zu jeglichen Gesprächen mit der Kirche und anderen Verantwortlichen bereit.

Die Asylsuchenden veröffentlichen zudem eine Gegendarstellung zu den Äußerungen des Pfarrers Martin Germer gegenüber der Presse: Gegendarstellung.

Nach der Pressekonferenz erklärte die Pfarrerin Cornelia Kulawik gegenüber der Presse, dass es nicht die Absicht der Gemeinde sei, die Refugees zu vertreiben. Bis Morgen sei der Aufenthalt vor der Kirche auf jeden Fall möglich. Heute Abend treffe sich der Gemeindekirchenrat, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Über das Ergebnis werden man dann Morgen um 12:00 auf einer Pressekonferenz informieren.

Bildmaterial von Florian Boillot und Oliver Feldhaus.

Pressekonferenz in der besetzten Gerhart-Hauptmann-Schule

Florian Boillot

Die Besetzer der ehemaligen Gerhart-Hauptmann-Schule in Kreuzberg halten eine Pressekonferenz ab, um über die  Geschehnisse in der Schule zu informieren.

Bildmaterial von Florian Boillot.

Pressekonferenz und Zusammenbrüche am vierten Tag des Hungerstreiks am Alexanderplatz

Florian Boillot

Am vierten Tag ihres Hungerstreiks halten die Flüchtlinge eine Pressekonferenz vor dem bcc am Alexanderplatz in Berlin ab.

Sie kündigen an, ab Mitternacht in einen trockenen Hungerstreik zu gehen.

Kurz nach der Pressekonferenz ging es einem der Hungerstreikenden schlecht. Ein Krankenwagen wurde angerufen, kam jedoch erst nach unglaublichen zwanzig Minuten. Der Flüchtling wurde erst vor Ort untersucht und dann mitgenommen. Es ist der vierte Flüchtlinge, der ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Bildmaterial von Florian Boillot.