Beitrag getagt mit Oranienplatz


Demonstration gegen die drohende Verschärfung des Asylrechts in Berlin

Oliver Feldhaus

Etwa 500 Menschen beteiligten sich in Berlin an einer Demonstration unter dem Motto „Asylrechtsverschärfung stoppen!“. Die Demonstration führte vom Oranienplatz in Kreuzberg bis zum Bundestag in Mitte.

Bildmaterial von Oliver Feldhaus.

Pressekonferenz nach Brandanschlag auf Kunstprojekt „Haus der 28 Türen“

Johann Stemmler

Angehörige der Flüchtlingsbewegung in Berlin verurteilen den feigen Brandanschlag auf das „Haus der 28 Türen„. Sie erinnern an die Bedeutung des Oranienplatzes für die Bewegung und bekunden den Willen, den symbolträchtigen Ort als Versammlungsplatz nicht aufgeben zu wollen.

Eine Erklärung der Refugee Bewegung um den Oranienplatz zu dem Anschlag findet sich hier.

Bildmaterial von Johann Stemmler.

Brandanschlag auf Kunstprojekt „28 Türen“ auf dem Oranienplatz

Johann Stemmler

Das Kunsprojekt „28 Türen„, welches die Abschottung der Grenzen der Europäischen Union gegenüber flüchtende Menschen thematisierte, fiel einem nächtlichen Brandanschlag zum Opfer. Die Installation, die zunächst auf dem Feld des ehemaligen Flughafens Tempelhof stand, wechselte als Dauereinrichtung an den Oranienplatz in Berlin Kreuzberg.

Das Kunstprojekt schreibt selbst dazu:
„Das Haus der 28 Türen auf dem Berliner Oranienplatz ist am 31.3.2015 um 00:40 durch einen feigen Brandanschlag völlig zerstört worden. Dies war ein erneuter, brutaler Akt der Gewalt gegen Flüchtlinge und ihre Bewegung in Berlin. Der Kampf für die Rechte der Geflüchteten geht weiter!
Quelle: 28doors.eu

Dies ist nicht der erste Anschlag auf Einrichtungen der Refugee Bewegung am Oranienplatz. Zuvor wurde bereits ein Versammlungszelt, sowie ein Toilettenwagen niedergebrannt.

Bildmaterial von Björn Kietzmann und Johann Stemmler.

Pressekonferenz und Hochzeit auf dem Oranienplatz

Florian Boillot

Im Haus der 28 Türen auf dem Oranienplatz findet eine Pressekonferenz zur Situation von Frauen in Flüchtlingsunterkünfte mit Elizabeth Ngari von Women in Exile, sowie Ivy und Jennifer vom International Women’s Space und zudem die Hochzeitsfeier der Flüchtlingsaktivistin Napuli Paul Langa und ihrem Mann Max statt.

Bildmaterial von Florian Boillot.

Sechs Monate nach der Räumung des Oranienplatzes schicken Refugees Luftballons symbolisch ins Nirvana

Florian Boillot

Sechs Monate nach der Räumung des Flüchtling Camps am Oranienplatz in Berlin Kreuzberg haben fünfzig Aktivisten symbolisch für die Nicht-Umsetzung der Vereinbarung zwischen dem Senat und den Refugees durch den Senat schwarze Luftballons vor dem Amtssitz von Innensenators Frank Henkel (CDU) ins Nirvana geschickt.

Bildmaterial von Florian Boillot und Oliver Feldhaus.

Pressekonferenz der Refugees nach dem Ende der Besetzung des Daches in der Gürtelstraße

Oliver Feldhaus

“Sie haben zu uns gesagt, ihr bleibt hier, bis ihr sterbt.”

Saidu

 

Auf einer Pressekonferenz am Infopoint auf dem Kreuzberger Oranienplatz informierten Refugees über vergangenen dreizehn Tagen ihres Protestes auf dem Dach des ehemaligen Hostels in der Gürtelstraße.

Sie berichteten erschüttertende Details über die Verweigerung von Nahrung und Wasser sowie von entwürdigendem Verhalten der Polizei und Behörden. Dabei widersprachen sie auch den Darstellungen der Polizei, ein Polizeiarzt hätte ihren Zustand überwacht. Zudem wiederholten sie den Vorwurf, das ihnen von Unterstützern zugedachte Essen sei vor ihren Augen von Polizeibeamten gegessen worden.

Bildmaterial von Oliver Feldhaus.

 

Einen Audiomittschnitt der Pressekonferenz gibt es hier: Audio.

Festnahmen von Refugees am Oranienplatz

Christian Ditsch

Am Mittwoch dem 28. August 2014 versammelten sich ca. fünzig Menschen in den Nachmittagsstunden auf dem Oranienplatz in Berlin Kreuzberg, um gegen die Flüchtlingspolitik des Berliner Senats zu protestieren. Der Senat hatte den ehemaligen Bewohnern des Flüchtlingscamps auf dem Oranienplatz wenige Tage zuvor beschieden, dass ihre Anträge auf Asyl und eine Einzelfallprüfung von der Stadt Berlin nicht durch- bzw. weitergeführt werden und sie ihre Wohnunterkünfte zu verlassen haben.

Die Versammlung wurde mehrfach von Gruppen uniformierter Polizei und zivilen Beamten des polizeilichen Staatsschutzes durchstreift, um „Straftäter (Flüchtlinge) ausfindig zu machen“, die zwei Tage zuvor auf dem Oranienplatz gegen die Ablehnung ihrer Asylanträge protestiert hatten. Mindestens sieben Flüchtlinge wurden festgenommen.

Bei dem Protest am 26.08.14 auf dem Oranienplatz wurde kurzzeitig eine Plastikplane hochgehalten und symbolisch zu einem Zelt erklärt. Die Polizei hatte daraufhin die Plane konfisziert und mehrere Personen festgenommen.

Bildmaterial von Christian Ditsch.

Auseinandersetzung am Oranienplatz nachdem der Senat die Refugees auf die Straße setzt

Christian Ditsch

Am Montag den 25. August 2014 wurde den Flüchtlingen vom ehemaligen Protestcamp auf dem Kreuzberger Oranienplatz beschieden, dass ihre Anträge auf Asyl und eine Einzelfallprüfung von der Stadt Berlin nicht durch- bzw. weitergeführt werden. Die Ausländerbehörde teilte mit, dass das Land Berlin somit keinerlei soziale Leistungen, z.B. Unterkunft, Geld oder Krankenversicherung, mehr erbringen werde.

Aus Protest zogen die Betroffenen daraufhin zum Oranienplatz und protestierten gegen diese Entscheidung. Sie errichteten mit einer Plastikplane ein symbolisches Zelt und erklärten, dass sie nicht mehr gehen wollten. Als die Polizei die Plane konfiszierte eskalierte die bis dahin friedliche Situation und etliche Flüchtlinge und unbeteiligte Zuschauer wurden unter Einsatz von Tritten, Schlägen und Pfefferspray festgenommen. Auch wurden Journalisten mit Worten wie „Hau ab du Arsch!“ beschimpft.

Bildmaterial von Yusuf Beyazit, Florian Boillot, Christian Ditsch, Oliver Feldhaus, Björn Kietzmann, Andrea Linss und Ruben Neugebauer.

Das „Haus der 28 Türen“ wird von den Refugees am Oranienplatz aufgebaut

Florian Boillot

Das Haus der 28 Türen, ein Kunstprojekt, welches gut zwei Wochen auf dem Tempelhofer Feld stand, ist so gut wie fertig am Oranienplatz in Berlin Kreuzberg zurück gebaut worden. Es wird der neue Infopunkt der Refugees für Versammlungen. Eine Genehmigung liegt für die nächsten sechs Monate vor.

Bildmaterial: Florian Boillot (Serie 1, Serie 2, Serie 3).

Demonstration für die Freilassung von Badra Ali Diarra aus der Abschiebehaft

Florian Boillot

Rund 60 Flüchtlinge und Aktivisten haben gegen den Wortbruch von Senatorin Dilek Kolat (SPD) und für die Freilassung von Badra Ali Diarra aus der Abschiebehaft demonstriert. Ausgehend vom Oranienplatz in Berlin Kreuzberg ging es zur Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen von Kolat und dann zur Senatsverwaltung für Inneres und Sport von Frank Henkel (CDU).

Eine Brief von Badra an Frau Kolat wurde vor deren Senatsverwaltung vorgelesen. Am 29.07.2014 wurde Badra Ali Diarra, Geflüchtetenaktivist vom Oranienplatz, von der Ausländerbehörde Börde (Sachsen-Anhalt) in Abschiebehaft genommen. Er soll nach Italien abgeschoben werden. Badra ist Teil des Oranienplatzabkommens, welches mit Senatorin Dilek Kolat ausgehandelt wurde.

Bildmaterial von Florian Boillot.

 

Demo, Musik und Festnahmen am Oranienplatz

Andrea Linss

Mit einer Demo und Msuik protestieren die Refugees und Unterstützer auf dem Kreuzberger Oranienplatz für ihre Rechte. Dabei kam es zu einigen Festnahmen durch die Polizei. Die Festgenommenen wurden abends bei ihrer Entlassung von Freunden begrüßt.

Bildmaterial von Andrea Linss.

Tausende demonstrieren gegen Grüne und Polizeibelagerung und für humane Flüchtlingspolitik

Oliver Feldhaus

Rund 4.000 Menschen aus dem vornehmlich linken Spektrum nahmen nur Tage nach der abgebrochenen Räumung der von Flüchtlingen besetzten Gerhart-Hauptmann-Schule an einer Demonstration gegen die Politik der Grünen, gegen die Belagerung Kreuzbergs durch die Polizei und für eine humane Flüchtlingspolitik teil.

Bei einer Zwischenkundgebung am Oranienplatz kam es kurzzeitig zu Rangeleien und einer Festnahme, als Einheiten der Polizei meinten, inmitten der Kundgebung Bäume bewachen zu müssen. Dennoch gelang es zwei Aktivisten, Bäume zu erklimmen. Diese verließen sie kurz darauf aber wieder.

Der Rest der Demonstration verlief friedlich bis in die Nähe der besetzten Schule, wo die Polizei, die nach Polizeiangaben von bis zu 890 Beamten aus mehreren Bundesländern begleitet wurde, erneut die gerade erst abgebauten Straßensperrungen wieder errichtete. Im Anschluss kam es noch zu mindestens zwei Festnahmen.

Bildmaterial Yusuf Beyazit, Christian Ditsch, Oliver Feldhaus und Thorsten Strasas.

Pressekonferenz des Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein zum sog. „Einigungspapier Oranienplatz“

Christian Ditsch

Pressekonferenz des Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein e. V. (RAV) im Maxim-Gorki Theater zum sog. „Einigungspapier Oranienplatz“ und den Flüchtlingen in der besetzten Gerhard-Hauptmann-Schule in Berlin Kreuzberg.

Der Berliner Senat hatte am 18. März 2014 das sog „Einigungspapier Oranienplatz“ präsentiert. Darin werden die Ziele und der Protest der Flüchtlinge als notwendig und richtig anerkannt. Nur ist für die Flüchtlinge in der seit Winter 2012 bewohnten Gerhard-Hauptmann-Schule seit dem nichts positives passiert. Das Gegenteil ist der Fall. Sie sollen auf Anordnung aus dem Bezirksamt der Grünen Bezirksbürgermeisterin Monika Hermann, von der Polizei aus dem Gebäude geräumt werden. Bei dem „freiwilligen Auszug“ am 24.6.2014 ist die Polizei mit gezogenen Maschinenpistolen vorgefahren.

Vierzig Flüchtlinge und Unterstützer sind im Haus geblieben. Seitdem ist der Bereich um die Schule von ca. 900-1000 Polizisten abgeriegelt.
Auf der Pressekonferenz des RAV schilderten Anwältinnen, ein Pastor, ein Traumaspezialist, ein Verfasser eines Rechtsgutachtens der Migrationsbeauftragten sowie der Flüchtlingsrat Berlin ihre Erlebnisse mit den Geflüchteten und aus der besetzten Schule.

Es wurde einhellig erneut gefordert, dass der Senat seine gemachten Zusagen endlich einhält, den Flüchtlingen ihre gesetzlich zustehenden Leistungen gewährt und dass das Räumungsersuchen der Schule zurückgezogen wird.

Bildmaterial von Christian Ditsch.

Demonstration nach Brandanschlag auf das Refugee Info-Zelt am Oranienplatz

Oliver Feldhaus

Nach einem Brandanschlag auf das Info- und Veranstaltungszelt der Refugees vom Oranienplatz in Berlin, demonstrierten etwa 100 Menschen ihre Solidarität mit den Flüchtlingen.

Bildmaterial von Oliver Feldhaus.

Brandanschlag auf Info-Zelt der Refugees am Oranienplatz in Berlin-Kreuzberg

Christian Ditsch

Laut dem Berliner Radiosender Inforadio haben zwei Jugendliche am Donnerstag den 19. Juni 2014 gegen 4.30 Uhr brennende Gegenstände auf das Zelt geworfen. Die Polizei will zur Brandursache nichts sagen.
Das Infozelt wurde als Kompromiss zwischen dem Berliner Senat, dem Bezirk Kreuzberg-Friedrichshain und den Flüchtlingen am 14. April auf dem Oranienplatz errichtet.

Bildmaterial von Christian Ditsch und Oliver Feldhaus.