Beitrag getagt mit Mauretanien


10. Demonstration zur Erinnerung an die Opfer von Kolonialismus und Sklaverei in Berlin

Thorsten Strasas

Etwa 200 Menschen beteiligten sich am Jahrestag der sog. „Berliner Afrika-Konferenz“ am 10. Gedenkmarsch zur Erinnerung an die Opfer des Kolonialismus, des Sklavenhandels und der Ausbeutung Afrikas durch die Europäischen Staaten. Sie forderten ein Ende der Besetzung der Westsahara durch Marokko und ein Ende der Sklaverei in Mauretanien, wo nach unabhängigen Angaben noch ca. 20 Prozent der Bevölkerung versklavt sind.

Die Demonstration begann an der Gedenktafel für die „Afrika-Konferenz“ in der Wilhelmstraße. Dort wurde an die deutsche Verantwortung für die Verbrechen des Kolonialismus erinnert. Auch die Forderung nach Schaffung eines Denkmals an dieser Stelle wurde erneuert und ein Kranz an der Gedenktafel niedergelegt.

Auf einer Zwischenkundgebung in der Mohrenstraße wird erneut deren Umbenennung gefordert und auf den rassistischen Kontext der jetzigen Namensgebung hingewiesen.

Der Demonstrationszug endet an der Baustelle des Stadtschlosses, dessen Konzeption als Humboldt-Forum von den Teilnehmern abgelehnt wird.

Bildmaterial von Florian Boillot, Christian Ditsch, Oliver Feldhaus und Thorsten Strasas.