Beitrag getagt mit LAGeSo


Protest gegen Verschärfung des Asylrechts in Berlin

Thorsten Strasas

Rund 1.000 Menschen haben in Berlin gegen die drastische Verschärfung des Ayslrechts in Deutschland durch das sogenannte „Asylpaket II“ der Bundesregierung protestiert. Unter den Teilnehmenden waren auch viele Geflüchtete. Aufgerufen hatten Organisationen von Geflüchteten und linke Gruppen. unter den Aufrufenden waren u.a. Moabit hilft, das Bündnis für bedingungsloses Bleiberecht, My Right Is Your Right und der Republikanischer Anwältinnen- und Anwälte Verein (RAV).

Der Demonstrationszug begann vor dem LaGeSo in Berlin Tiergarten, welches zum bundesweiten Sinnbild der Unfähigkeit und des Unwilles des Berliner Senates, ankommende Geflüchtete menschenwürdig zu behandeln, geworden ist. Am Bundesministerium des Innern vorbei und das Bundeskanzleramt passierend, endete die Demonstration vor dem Reichstag. Zu besonderen Vorfällen kam es nicht.

Bildmaterial von Florian Boillot, Oliver Feldhaus und Thorsten Strasas.

Refugees protestieren am LaGeSo gegen anhaltende Gewalt durch Security

Oliver Feldhaus

Nachdem zuletzt ein afghanischer Familienvater von Security-Mitarbeitern am LaGeSo krankenhausreif geschlagen worden war, demonstrierten heute etwa 70 Geflüchtete aus Aghanistan und Iran gegen Gewalt und Schikanen durch Security-Mitarbeiter am LaGeSo.

Bildmaterial von Oliver Feldhaus.

Hunderte Geflüchtete müssen in Schnee und Kälte vor dem LaGeSo in Berlin warten

Florian Boillot

Hunderte Geflüchtete müssen in langen Schlangen bei -4°C vor dem LaGeSo in Berlin auf ihrere Registrierung warten. Sie stehen dabei vor beheizten Zelten. Ehrenamtliche Helfer und Helferinnen von „Moabit hilft“ verteilen Tee, Kaffee und Schokolade für die Kinder.

Bildmaterial von Florian Boillot.

Protest von Geflüchteten vor dem LaGeso in Berlin

Florian Boillot

Rund 100 hauptsächlich Afghanen protestieren gegen ihre angebliche Diskriminierung, nach der Araber in den Warteschlangen vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) in Berlin tiergarten bevorzugt werden. Sie warten seit Tagen vor dem LaGeSo.

Die Situation vor der Registrierungsstelle für neuankommende Geflüchtete in Berlin ist seit Monaten menschenunwürdig und kann nur durch den massiven Einsatz von ehrenamtlichen Helfern gelindert werden. Der Berliner Sozialsenator Mario Czaja (CDU) ist nach wie vor wahlweise nicht willens oder nicht in der Lage, daran etwas zu ändern. Zuletzt legte ihm der Regierende Bürgermeister Berlins Michael Müller (SPD) den Rücktritt nahe.

Bildmaterial von Florian Boillot.

Hilfe von Bürgern vor dem LaGeSo mindert die Auswirkungen des Versagens des Senates

Björn Kietzmann

In Folge des Versagens der Leitung des für die Unterbringung Gefüchteter zuständigen Landesamtes für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) und des zuständigen Senators Maria Czaja (CDU) mussten Geflüchtete bei bis zu 38 Grad in endlosen Warteschlangen vor der Erstregistrierung verbringen. Die sich bereits seit Monaten ankündigende und nunmehr vollends zu Tage tretende Unfähigkeit und Unwillen von Behördenleitung und Senat zu einem humanitäten Umgang mit den Geflüchteten erreichte einen Höhepunkt der Unmenschlichkeit. Es gab weder ausreichend Wasser vor Ort, noch eine gesundheitliche Versorgung der teilweise verletzten Geflüchteten. Auch eine Bereitstellung von Nahrungsmitteln gab es seitens offizieller Stellen nicht.

Stattdessen ließ es sich die Berliner Polizei nicht nehmen, gegenüber z.T. traumatisierten Geflüchteten aus Kriegsgebieten in voller Kampfmontur aufzutreten und auch Pfefferspray einzusetzen, welches nach Augenzeugenberichten auch mindestens ein Kind traf. Vertreter der Presse wurden von der Polizei in mind. einem Fall festgenommen, während in einem weiteren Fall die Speicherkarte der Kamera eines anderen Journalisten vom Sicherheitsdienst des LaGeSo entwendet wurde.

Dank des massiven, ehrenamtlichen Engagements vieler Bürger, insbesondere auch von „Moabit hilft“ konnte die unerträgliche Situation der Geflüchteten teilweise gemindert werden. Oftmals gegen den Willen der LaGeSo-Leitung.

Auch in eillig eingerichteten Notunterkünften in Karlshorst und Wilmersdorf wird der Großteil der Hilfe für die Geflüchteten von freiwilligen Helfern organisiert.

Das Verhalten der offiziellen Stellen hat inzwischen dazu geführt, dass sich „Moabit hilft“ am 14.08.2015 aus der Koordination der Hilfe zurückgezogen hat (Pressemitteilung [pdf]). Der Hilfsverein spricht von „Suizidversuchen, Totgeburt, Knochenbrüchen, unbehandelte schwere Kriegsverletzungen“und davon, dass eine „Professionalisierung der Hilfsmaßnahmen […] vorsätzlich verhindert“ wird.

Ärzte warnen vor einer humanitären Katatrophe.

 

Bildmaterial chronologisch aufgelistet:

05.08.2015: Oliver Feldhaus

07.08.2015: Florian Boillot, Björn Kietzmann, Christian Mang

10.08.2015: Björn Kietzmann, Christian Mang

11.08.2015: Börn Kietzmann

14.08.2015: Notunterkunft in Wilmersdorf: Florian Boillot, Christian Mang

17.08.2015: Christian Mang

20.08.2015: Yusuf Beyazit

 

 

Eindrücke von der Zentralen Aufnahmeeinrichtung des Landes Berlin

Chrsitian Ditsch

Die „Zentrale Aufnahmeeinrichtung des Landes Berlin für Asylbewerber“ (ZAA) des Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) in der Turmstrasse 21 in Berlin-Moabit. Hier werden alle in Berlin ankommenden Flüchtlinge registriert und bekommen eine Erstversorgung. In dieser Erstaufnahmestelle werden sie auf die vom Land bereitgestellten Unterkünfte verteilt.

Bildmaterial von Christian Ditsch.