Beitrag getagt mit Hungerstreik


Camp hungerstreikender Refugees von Polizei geräumt

Thorsten Strasas

Am zweiten Tag des Hungerstreiks von Refugees aus mehreren Ländern am Brandenburger Tor räumte die Polizei das Camp. Dabei wurden die Refugees und einige Unterstützer festgenommen.

Zuvor hatte die Polizei eine Verlängerung der Genehmigung der Kundgebung auf der östlichen Seite des Brandenburger Tores mit Hinweis auf eine stattfindene Veranstaltung abgelehnt und als Alternative den westlichen Vorplatz des Tores angeboten. Dies wurde von den Flüchtlingen abgelehnt. Kurz danach erfolgte gegen 15:30 Uhr die Räumung. Die Habseligkeiten der Refugees wurde auf einen Polizei-LKW geladen. Die Polizei war mit rund 200 Beamten im Einsatz.

Bildmaterial von Florian Boillot, Björn Kietzmann, Andrea Linss, Johann Stemmler und Thorsten Strasas.

 

Nach und nach werden die Refugees und Unterstützer von der Polizei entlassen und von den Freunden und Mitstreitern willkommen geheißen.

Bildmaterial von Andrea Linss.

Bilder vom zweiten Tag des Hungerstreiks am Brandenburger Tor

Christian Ditsch

Rund dreißig Flüchtlinge aus über 10 Ländern aus Afrika und Asien sind am Donnerstag den 17. Juli 2014 vor dem Brandenburger Tor in den Hungersteik getreten. Sie fordern einen sicheren Aufenhalt in Deutschland und ein Bleiberecht.

Es ist bereits der dritte  Hungerstreik von Flüchtlingen an dieser Stelle.

Bildmaterial von Yusuf Beyazit, Christian Ditsch und Andrea Linss.

Refugees beginnen Hungerstreik am Brandenburger Tor

Christian Ditsch

Rund dreißig Refugees aus verschiedenen Herkunftsländern haben am Brandenburger Tor in Berlin einen unbefristeten Hungerstreik begonnen, um auf ihre desolate Lage in Asyheimen aufmerksam zu machen. Sie fordern einen sicheren Aufenhalt in Deutschland und ein Bleiberecht.

„Immer wieder begehen unsere Brüder und Schwestern in den Lagern Selbstmord. Immer wieder gibt es Selbstmordversuche, um endlich frei zu sein. Im Lager leben bedeutet, von der Gesellschaft ausgeschlossen zu sein und ohne Perspektive und Grundrechte leben zu müssen.“

Aus dem Statement der Refugees.

Es ist bereits der 3. Hungerstreik von Fluechtlingen an dieser Stelle.

Bildmaterial von Yusuf Beyazit, Florian Boillot, Christian Ditsch, Andrea Linss und Thorsten Strasas.

Gedächtnis-Kirche setzt hungerstreikende Refugees vor die Tür

Florian Boillot

Das Entsetzen und die Verzweiflung stand den elf Männern ins Gesicht geschrieben, als nach einem mehrstündigen Gespräch vom Küster der Gemeinde der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche vor die Tür gewiesen wurden.

Bei der Gemeinde der Gedächtniskirche hatten die elf Refugees um Schutz, Unterstützung und Kirchenasyl gebeten, nachdem sich ihr Hunger- und Durstreik am Alexanderplatz bereits lebensbedrohlich zugespitzt hatte und dennoch keinerlei Reaktionen von politisch Verantwortlichen erfolgt waren. In dieser Kirche hat es im Dezember ein Solidaritätskonzert für die Refugees gegeben.

Doch auch Pfarrer Martin Germer und weitere VertreterInnen der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche lehnten die Bitten nach Kirchenasyl ab, da man sich nicht in der Verantwortung sehe, einen humanitären Schutz zu gewährleisten, heißt es in einer Presseerklärung der Unterstützer der Refugees.

Der Pfarrer habe ihnen mit der Polizei gedroht, wenn man das Kirchengebäude nicht verlasse, erklärten die Flüchtlinge auf einer spontanen Pressekonferenz. Einer der Flüchtlinge sagte:

„Was mich am meisten erstaunt ist, dass uns gerade die Kirche ablehnt, denn ich bin ein gläubiger Mensch und ich dachte, die Kirche ist für alle Menschen auf der Welt da.“

Die Flüchtlinge beschlossen, vor Ort im Freien vor den Toren der Kirche ihren Protest fortzuführen, bis Verantwortliche aus der Politik mit ihnen Gespräche aufnehmen. Über die Polizei ließ die Gemeinde den Refugees mitteilen, dass die Gemeinde den Protest der Flüchtlinge vor den Kirchentüren vorerst dulde, sofern keine Schlafsäcke benutzt und Zelte aufgebaut würden.

Bildmaterial von Florian Boillot und Oliver Feldhaus.

Achter Tag des Hungerstreiks am Alexanderplatz

Andrea Linss.

Eindrücke vom achten Tag des Hungerstreiks und vierten Tag des trockenen Hungerstreiks vor dem Haus des Lehrers am Alexanderplatz. Ein Geiger spielt, um die Refugees zu unterstützen.

Bildmaterial von Andrea Linss.

Sechster Tag des inzwischen trockenen Hungerstreiks am Alexanderplatz

Björn Kietzmann

Sanitäter brachten am sechsten Tag des inzwischen trockenen Hungerstreiks von Flüchtlingen nahe des Alexanderplatzes erneut mehrere Teilnehmer in umliegende Krankenhäuser. Mindestens einer der abtransportierten Flüchtlinge war so stark kollabiert, dass er nicht mehr auf Ansprachen der Rettungskräfte reagieren konnte. Die Flüchtlinge hungern für ein Bleiberecht, gegen Abschiebungen insgesamt und für ein Ende des umstrittene Dublin II-Abkommens.

Bildmaterial von Björn Kietzmann.

Refugees treten in einen trockenen Hungerstreik

Florian Boillot

Nachdem schon der bisherige Hungerstreik ausgesprochen kräftezehrend war und bereits mehrere Refugees notärztlich versorgt und in Krankenhäuser eingeliefert werden mussten, traten die Flüchtlinge nun, beginnend mit Mitternacht, in einen trockenen Hungerstreik. Ab sofort verweigern sie demzufolge auch die Aufnahme von Flüssigkeit.

Bildmaterial von Florian Boillot.

Pressekonferenz und Zusammenbrüche am vierten Tag des Hungerstreiks am Alexanderplatz

Florian Boillot

Am vierten Tag ihres Hungerstreiks halten die Flüchtlinge eine Pressekonferenz vor dem bcc am Alexanderplatz in Berlin ab.

Sie kündigen an, ab Mitternacht in einen trockenen Hungerstreik zu gehen.

Kurz nach der Pressekonferenz ging es einem der Hungerstreikenden schlecht. Ein Krankenwagen wurde angerufen, kam jedoch erst nach unglaublichen zwanzig Minuten. Der Flüchtling wurde erst vor Ort untersucht und dann mitgenommen. Es ist der vierte Flüchtlinge, der ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Bildmaterial von Florian Boillot.

Eindrücke vom dritten Tag des Hungerstreiks am Alexanderplatz

Andrea Linss

Einige Eindrücke vom dritten Tag des Hungerstreiks der Refugees am Alexanderplatz. Am Nachmittag startet noch eine Demonstration unter dem Motto „Widerstand lässt sich nicht räumen“ vom Neptunbrunnen zum Oranienplatz

Bildmaterial von Andrea Linss.

Erneut Hungerstreik von Refugees in Berlin

Oliver Feldhaus

Rund 30 Refugees aus ganze Deutschland sind in Berlin in einen unbefristeten Hungerstreik getreten.

Zum Ende einer Demonstration gegen die deutsche und europäische Asylpolitik besetzen rund 30 Refugees einen Bereich um die Weltzeituhr am Alexanderplatz und erklären, dass sie sich in einem unbefristeten Hungerstreik befinden. Auf einem Banner erklären sie, dass sie entweder Erfolg mit ihren Protest haben oder anderenfalls auch bereit wären für ihre Forderungen nach mehr Rechten zu sterben. Bei den Flüchtlingen handelt es sich um neu nach Berlin gekommene Männer die zuvor in unterschiedlichen Heimen untergebracht waren.

Ein massives Polizeiaufgebot und Verhandlungen führen dann zu einer Einigung, wonach der Platz an der Weltzeituhr gegen den Bereich vor dem „Haus des Lehrers“ östlich des Alexanderplatzes getauscht wird.

Die Refugees haben eine Presseerklärung herausgegeben, in der sie ihre Forderungen erläutern.

Auf folgender Seite erscheinen Informationen zu dem Hungerstreik von den Refugees selbst.: Asylum Rights Evolution.

Bildmaterial von Oliver Feldhaus und Björn Kietzmann.

Pressekonferenz der Refugees nach Unterbrechung des Hungerstreiks am Oranienplatz

Oliver Feldhaus

Nach dem ersten Gespräch mit der Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration Aydan Özoğuz erklärten die Refugees vom Oranienplatz, dass sie die Zusage zu einem weiteren Gespräch begrüßen und bis dahin ihren bis dahin 21tägigen Hungerstreik unterbrechen, aber weiterhin auf dem Oranienplatz bleiben werden.

Weitere Positionen in einer vom Senat und der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung vor dem Gespräch gefertigten Vereinbarung wurden von den Refugees jedoch nicht unterschrieben.

Bildmaterial von Björn Kietzmann und Oliver Feldhaus.

Zaida Horstmann, Mnyaka Sururu Mboro, sowie Christian Kopp singen und dichten für die Refugees

Andrea Linss

Zaida Horstmann und Mnyaka Sururu Mboro von Berlin Postkolonial, sowie Christian Kopp treten im Rahmen von „Roses for Refugees“ am Lager der Hungerstreikenden am Oranienplatz auf. Dabei tragen sie Lieder und Gedicht vor.

Bildmaterial von Andrea Linss.

Pressekonferenz der Refugees und Demo zum Bundeskanzleramt

Christian Ditsch

Die Refugees, die u.a. seit über 10 Tagen auf dem Oranienplatz einen Hungerstreik durchführen, halten eine Pressekonferenz zusammen mit Flüchtlingen aus der besetzten Gerhart-Hauptmann-Schule in Berlin-Kreuzberg und einer Dauermahnwache vor dem Sitz der Europäischen Kommision am Brandenburger Tor ab.
Die Flüchtlinge erklärten der Presse den Stand des Hungerstreiks und warben für einen Flüchtlingsprotestmarsch von Strassbourg nach Brüssel im Juni.
Anschließend zogen sie mit einer Demonstration zum Kanzleramt, um dort mit der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration im Bundeskanzleramt, Aydan Özoguz  einen Termin zu bekommen.
Sie stellten in Aussicht, dass dabei der Hungerstreik beendet werden könnte. Da die Staatsministerin nicht im Haus war, schrieben die Flüchtlinge einen Brief an sie, der u.a. auch von  Hans-Christian Ströbele, MdB (B90/Grüne), sowie Halina Wawzyniak, MdB (Linke) und Canan Bayram, MdA (B90/Grüne) mit unterzeichnet wurde. Der Brief wurde den wachhabenden Bundespolizisten übergeben.

Bildmaterial von Christian Ditsch, Oliver Feldhaus, Johann Stemmler und Thorsten Strasas.

Eindrücke vom zwölften Tag des Hungerstreiks am Oranienplatz

Andrea Linss

Einige Eindrücke vom zölften Tag des Hungerstreiks von Refugees am Kreuzberger Oranienplatz.

Bildmaterial von Andrea Linss.

Bilder vom Hungerstreik und dem Auftritt von Philipp Khabo Koepsell

Andrea Linss

Philipp Khabo Koepsell tritt im Rahmen von “Roses for Refugees” auf. Dabei werden Künstler aller Art gebeten, täglich um 18:00 Uhr am Oranienplatz aufzutreten und damit zu zeigen, dass Refugees willkommen sind.

Bildmaterial von Andrea Linss (Eindrücke vom TagPhilipp Khabo Koepsell).