Beitrag getagt mit Flüchtlinge


Protest von Geflüchteten vor dem LaGeso in Berlin

Florian Boillot

Rund 100 hauptsächlich Afghanen protestieren gegen ihre angebliche Diskriminierung, nach der Araber in den Warteschlangen vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) in Berlin tiergarten bevorzugt werden. Sie warten seit Tagen vor dem LaGeSo.

Die Situation vor der Registrierungsstelle für neuankommende Geflüchtete in Berlin ist seit Monaten menschenunwürdig und kann nur durch den massiven Einsatz von ehrenamtlichen Helfern gelindert werden. Der Berliner Sozialsenator Mario Czaja (CDU) ist nach wie vor wahlweise nicht willens oder nicht in der Lage, daran etwas zu ändern. Zuletzt legte ihm der Regierende Bürgermeister Berlins Michael Müller (SPD) den Rücktritt nahe.

Bildmaterial von Florian Boillot.

Protest gegen massive Verschärfung des Asylrechts in Berlin

Björn Kietzmann

Rund 1000 Menschen nehmen an einer Demonstration in Berlin teil, während der Deutsche Bundestag die tiefgreifenste Verschärfung des Asylrechts seit 1993 beschließt. Am darauffolgenden Tag wird auch auch der Bundesrat mit dem Votum von grün regierten Bundesländern die Verschärfung mittragen.

Bildmaterial von Florian Boillot und Björn Kietzmann.

Protest für ein Europa der offenen Grenzen

Thorsten Strasas

Rund 70 Menschen haben sich am Brandenburger Tor versammelt, um für eine humane Flüchtlingspolitik zu protestieren. Dabei erzählten einzelne Teilnehmer von ihren oder den familiären Fluchterfahrungen. Aus Solidarität mit den Geflüchteten vor und innerhalb der Grenzen Europas legten sich Teilnehmer auf den Boden.

Aufgerufen hatte die Salaam-Schalom Initiative, die sich nach eigenem Bekunden für ein friedliches Zusammenleben in Berlin, Neukölln und darüber hinaus einsetzt.

Bildmaterial von Oliver Feldhaus und Thorsten Strasas.

Eindrücke von den Zuständen in Zwangsunterkünften für Geflüchtete in Sachsen und Thüringen

Christian Ditsch

Zwei Tage – Vier Zwangsunterkünfte für geflüchtete Menschen in Sachsen und Thüringen.

Tausende Flüchtlinge sind derzeit in Deutschland in Zwangsunterkünften wie Zeltlagern oder Container“dörfern“ untergebracht. Etliche Bundesländer weigern sich, der Presse Zugang zu den Lagern zu gewähren. In Chemnitz jedoch gelang es einen Blick in eine Turnhalle zu bekommen, in der Flüchtlinge mit Minderjährigen unter katastrophalen Bedingungen leben müssen. In Thüringen konnte ganz legal das Erstaufnahmelager in Eisenberg besucht werden, wo die Leiterin ganz offen sagt, dass die momentane Situation in den Einrichtungen politisch gewollt ist.

In Heidenau konnte beobachtet werden, wie sich eine Einwohnerin und ein Einwohner nach den rassistischen Krawallen von Bevölkerung, Nazis und Hooligans um die Flüchtlinge bemühen und mit ihnen Deutschunterricht machen.

Bildmaterial von Christian Ditsch:

Erstaufnahmelager für Flüchtlinge in Dresden. In einem Industriegebiet im Stadtteil Dresden-Friedrichstadt wurde ein Zeltlager für 600 bis 700 Menschen errichtet. Bis zu 40 Personen leben auf engstem Raum in einem Zelt: Bildmaterial.

Situation von Fluechtlingen in Heidenau nach den rassistischen Krawallen von Nazis und Hooligans: Bildmaterial.

Bilder vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Landesdirektion Sachsen in Chemnitz – sog. Erstaufnahmelager – und der Notunterkunft in einer Turnhalle in Chemnitz: Bildmaterial.

Landesaufnahmestelle, Erstaufnahmestelle der Landes Thüringen in Eisenberg: Bildmaterial.

 

Demonstration und Fest zur Unterstützung der Geflüchteten in Heidenau

Christian Mang

Hunderte Unterstützer von Geflüchteten demonstrieren in Heidenau, Sachsen gegen Rassismus. Die Demonstration führt zu der Unterbringung der Geflüchteten in einem ehemaligen Baumarkt. Der Demonstration schließt sich ein Fest an, an dem auch die Refugees teilnehmen und ausgelassen feiern.

In den Tagen zuvor hat es gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen einheimischen Rechtsextremen und einer überforderten und unterbesetzten Polizei vor der Unterkunft gegeben.

Am gleichen Tag gab es zuvor eine Demonstration gegen Rassismus und Rechtsextremismus in Dresden.

Bildmaterial von Christian Mang und Florian Boillot (Dresden, Heidenau).

Refugee Protest Camp in Chemnitz

Florian Boillot

Am 22. Juli haben rund 25 Refugees ein Protest Camp vor der Ausländerbehörde in Chemnitz eingerichtet. Dieses ist zunächst bis zum 29. Juli genehmigt.

Die Forderungen der Refugees bestehen in einer schnelleren Bearbeitung ihrer Asylanträge. Einige warten bereits seit zehn Monaten ohne jede Auskunft.

Bildmaterial von Florian Boillot.

 

Die Toten kommen: Muslimische Bestattung in Berlin Gatow

Florian Boillot

Das Künstlerkollektiv „Zentrum für Politische Schönheit“ protestiert mit seiner jüngsten, aufsehenerregenden Aktion gegen den unmenschlichen Umgang mit den Toten der europäischen Abschottungspolitik hin. Jene, die zu Opfern der militärischen Abschottungspolitik der EU werden, werden in Massengräbern verscharrt oder bisweilen über Monate hinweg in Kühlhallen gelagert. Eine Information der Angehörigen oder der Heimatländer geschieht in der Regel nicht.

Unter der Überschrift „Die Toten kommen“ haben die Aktivisten mit Einverständnis und unter Beteiligung von Angehörigen die verscharrten Leichname toter Geflüchteter exhumiert und bringen diese nach Berlin.

„Es ist der wahrgewordene Alptraum der deutschen Bundesregierung: In den kommenden Tagen werden Menschen, die auf dem Weg in ein neues Leben an den Außengrenzen der Europäischen Union ertrunken oder verdurstet sind, nach Berlin kommen. Es geht um die Sprengung der Abschottung des europäischen Mitgefühls.“
Zentrum für Politische Schönheit.

Die ersten beiden Toten, eine 34jährige Frau aus Syrien und ihr Kind, wurden in Sizilien exhumiert und in Berlin Gatow beigesetzt. Die Trauerfeier geschah unter Beteiligung eines Imams der bewegende Worte fand.

„So wie diese Menschen im Mittelmeer versinken, versinken wir damit in Ungerechtigkeit.“
Imam Abdullah Hajjir.

Die Stühle der geladenen Gäste aus den Reihen der politisch Verantwortlichen blieben leer.

Bildmaterial von Florian Boillot und Björn Kietzmann.

Refugees protestieren am Flughafen Tegel in Berlin gegen Abschiebungen

Andrea Linss

Mehrere Refugees und Unterstützer protestieren vor dem Gebäude des Flughafen Tegels gegen Abschiebungen und das unmenschliche Asylsystem der EU und Deutschlands.

Bildmaterial von Andrea Linss.

Demonstration in Berlin gegen die Verschärfung des Asylrechts

Yusuf Beyazit

Unter dem Motto „Flucht ist kein Verbrechen“ demonstrieren Menschen in Berlin Neukölln und Kreuzberg gegen die durch die Bundesregierung geplante Verschärfung des Asylrechts in Deutschland.

Bildmaterial von Yusuf Beyazit.

Refugee Demonstration „Wir sind noch hier“

Oliver Feldhaus

Protestaktion von sog. Lampedusa-Flüchtlingen vor der Innenverwaltung Berlin. Die Refugees werden seit dem Verlassen des Oranienplatzes vor mehr als einem Jahr vom Berliner Senat trotz Zusagen und Vereinbarungen vollkommen im Stich gelassen .

Ohne die engagierte Unterstützung und Hilfe einiger evangelicher Kirchenkreise wäre das Überleben dieser Flüchtlingsgruppe in Berlin überhaupt nicht mehr möglich. Da sich aber auch die evangelische Kirche in Berlin vom Senat getäuscht und am Rande ihrer Möglichkeiten sieht, hat sie die Protestaktion der Refugees unterstützt und mitgetragen. Der Evangelische Kirchenkreis Stadtmitte führte mit den Refugees eine nunmehr fünftägige Mahnwache durch.

Während dieser Zeit wurde eine Arche gebaut, die nun durch die Straßen gezogen wurde.

Bildmaterial von Yusuf Beyazit und Oliver Feldhaus.

Gedenken in Berlin für die im Mittelmeer umgekommenen Refugees

Florian Boillot

Die Organisation „Gemeinsam für Afrika“ veranstaltet am Brandenburger Tor in Berlins Mitte eine Gedenkkundgebung für den „Unbekannten Flüchtling“.

Plastiksäcke, wie sie zur Bergung von Toten verwendet werden symbolisieren dabei die Gestorbenen. Die Organisation fordert ein Umdenken in der Asylpolitik.

Bildmaterial von Florian Boillot.

Evangelischer Kirchenkreis hält mit Refugees eine Mahnwache in Berlin ab

Yusuf Beyazit

Der Evangelische Kirchenkreis Berlin Stadtmitte hält zusammen mit Refugees eine fünftägige Mahnwache unter dem Motto „Wir sind noch hier!“ nahe des Sitzes des Berliner Innensenators Frank Henkel (CDU) ab. Während dieser Zeit soll eine symbolische Arche gebaut werden:

Als Erinnerung an die auf der Flucht Ertrunkenen und Gestorbenen
Als Zeichen für die Geretteten Als Symbol für die Möglichkeit von Überleben und Leben
Als Mahnung an uns alle

Hintergrund ist, dass der Evangelische Kirchenkreis Berlin Stadtmitte „in Kooperation mit zahlreichen Kirchengemeinden aus ganz Berlin, weiteren Unterstützern und mit Hilfe vieler Spender […] seit September 2014 Notunterkünfte, Verpflegung, Monatskarten, Deutschkurse und medizinische Versorgung für inzwischen mehr als 100 Flüchtlinge“ organisiert. Der Kirchenkreis kritisiert, dass seit Monaten eine politische Lösung für die Refugees, die vorher zum größten Teil auf dem Protestcamp am Oranienplatz lebten, nicht in Sicht sei.

Wir können die Untätigkeit des Senats nicht länger hinnehmen. Die Geduld ist erschöpft – sowohl unsere als auch die der Flüchtlinge“
Silke Radosh-Hinder, stellv. Superintendentin im Kirchenkreis Berlin Stadtmitte#

Die Mahnwache soll die Weigerung des Senats tätig zu werden, wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken.

Während der Mahnwache werden auch Lesungen und Andachten stattfinden, sowie Künstler auftreten.

Bildmaterial von Yusuf Beyazit.

 

US- Bürgerrechtlerin Angela Davis besucht Refugees der besetzten Gerhart-Hauptmann-Schule in Berlin

Oliver Feldhaus

Nachdem der US-Bürgerrechtlerin Angela Davis der Zutritt zur von Refugees besetzten Gerhart-Hauptmann-Schule durch das von Grünen geführte Bezirksamt Kreuzberg-Friedrichshain verboten wurde, trafen sich Refugees und die seit Jahrzehnten aktive Kämpferin für Rechte von Minderheiten außerhalb der Schule. Refugees erläutern dort der US-Bürgerrechtlerin ihre Situation. Zuvor hatte bereits ein längeres intensives Gespräch über weitere Strategien der Refugeebewegung in einem nahegelegenen Lokal stattgefunden.

Bildmaterial von Florian Boillot, Christian Ditsch und Oliver Feldhaus.

Kundgebung gegen die Flüchtlingspolitik der Europäischen Union in Berlin

Christian Ditsch

Mitglieder der Kampagnenorganisation „Campact“ protestieren vor dem Kanzleramt gegen die Flüchtlingspolitik der Europäischen Union und der Bundesregierung. Sie forderten sichere Fluchtwege statt militärischer Operationen gegen Flüchtlingsschiffe. Die Kundgebung stand unter dem Motto „Seenotrettung jetzt“.

Bildmaterial von Christian Ditsch.

Demonstration gegen die drohende Verschärfung des Asylrechts in Berlin

Oliver Feldhaus

Etwa 500 Menschen beteiligten sich in Berlin an einer Demonstration unter dem Motto „Asylrechtsverschärfung stoppen!“. Die Demonstration führte vom Oranienplatz in Kreuzberg bis zum Bundestag in Mitte.

Bildmaterial von Oliver Feldhaus.