Beitrag getagt mit demonstration


Refugees protestieren in Berlin Lichtenberg gegen ihre schlechte Unterbringung

Florian Boillot

Etwa 130 Flüchtlinge der Unterkunft in der Bornitzstraße in Berlin Lichtenberg demonstrierten gegen die ihre Lebensbedingungen und insbesondere gegen das schlechte Essen. Organisiert wurde der Protest zusammen mit der „Stop Deportation Group„.

Die Demonstration war sehr feierlich mit Musik und Tanz. Viele der Bewohner haben wütend ihr Leben im Heim beschrieben.

Bildmaterial von Florian Boillot.

Roma protestieren mit Denkmal-Besetzung in Berlin gegen drohende Abschiebungen

Christina Palitzsch

Etwa 70 von Abschiebung bedrohte Roma‬ und einige Unterstützer besetzten das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma in Berlin‬ – Mitte.

Damit wollten sie aufmerksam machen auf die zunehmende Diskriminierung und die massenhafte Abschiebung in sogenannte sichere Herkunftsländer, wo sie ein Leben in Armut, Ausgrenzung und meist offener Anfeindung seitens der Mehrheitsbevölkerung erwartet. Die Besetzer forderten, eine Nacht auf dem ihren Vorfahren gewidmeten Gelände bleiben zu dürfen. Nach langen Verhandlungen mit Stiftungsvorsitz und Politikern wurden sie von der Polizei gegen Mitternacht mit Gewalt geräumt.

„Wir werden seit 700 Jahren herumgeschoben. Wir haben nie ein Recht bekommen. Und wir werden das auch, glaube ich, nie bekommen.“
Isen Asanovski.

Bildmaterial von Oliver Feldhaus, Björn Kietzmann und Christina Palitzsch.

 

Am Tag nach der Räumung gaben roma Aktivisten eine Pressekonferenz vor dem Mahnmal. Sie widersprachen Medienberichten, wonach sie ihren Bleiberechtprotest am Denkmal freiwillig beendet hätten und berichteten davon, dass sie teilweise bei dem nächtlichen Polizeieinsatz verletzt wurden.

Auch Uwe Neumaerker, der Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, sowie die Politiker Fabio Reinhardt (MdA Berlin, Piraten) und Ulla Jelpke (MdB, Linke) kamen zur Pressekonferenz vor dem Mahnmal. Trotz kritischer Diskussionen umarmten die Roma Stefan Asanovski und Isen Asanovski den Stiftungdirektor Uwe Neumaerker und baten ihn um weitere Hilfe.

Einige Polizeikräfte standen am Rand der Pressekonferenz, offenbar um ein erneutes betreten des Denkmals durch die protestierenden Roma zu verhindern.

Bildmaterial von Björn Kietzmann.

10. Demonstration zur Erinnerung an die Opfer von Kolonialismus und Sklaverei in Berlin

Thorsten Strasas

Etwa 200 Menschen beteiligten sich am Jahrestag der sog. „Berliner Afrika-Konferenz“ am 10. Gedenkmarsch zur Erinnerung an die Opfer des Kolonialismus, des Sklavenhandels und der Ausbeutung Afrikas durch die Europäischen Staaten. Sie forderten ein Ende der Besetzung der Westsahara durch Marokko und ein Ende der Sklaverei in Mauretanien, wo nach unabhängigen Angaben noch ca. 20 Prozent der Bevölkerung versklavt sind.

Die Demonstration begann an der Gedenktafel für die „Afrika-Konferenz“ in der Wilhelmstraße. Dort wurde an die deutsche Verantwortung für die Verbrechen des Kolonialismus erinnert. Auch die Forderung nach Schaffung eines Denkmals an dieser Stelle wurde erneuert und ein Kranz an der Gedenktafel niedergelegt.

Auf einer Zwischenkundgebung in der Mohrenstraße wird erneut deren Umbenennung gefordert und auf den rassistischen Kontext der jetzigen Namensgebung hingewiesen.

Der Demonstrationszug endet an der Baustelle des Stadtschlosses, dessen Konzeption als Humboldt-Forum von den Teilnehmern abgelehnt wird.

Bildmaterial von Florian Boillot, Christian Ditsch, Oliver Feldhaus und Thorsten Strasas.

Protest in Berlin gegen Gewalt an Frauen und das Regime im Tschad

Oliver Feldhaus

Etwa 100 Menschen demonstrierten in Berlin gegen Gewalt gegen Frauen im Tschad und weltweit, sowie gegen das diktatorische Regime im Tschad. Hintergrund des Protestes unter dem Motto „Wir sind alle Zouhoura! Nein zur Gewalt an Frauen!“ war die Vergewaltigung der 16jährigen Schülerin Zouhoura durch 6 Männer. Diese sollen Angehörige der Elite des diktatorischen Regimes im Tschad sein, so die Demonstranten. Die Protestierenden fordern eine Aufklärung des Verbrechens und die Bestrafung der Täter.

Auf der Auftaktkundgebung am Checkpoint Charlie sprach auch ein Imam zu den Anwesenden.

Der Protestzug zog vom Checkpoint Charlie über die Friedrichstraße bis zum Auswärtigen Amt.

Bildmaterial von Florian Boillot, Oliver Feldhaus und Thorsten Strasas.

Protest gegen Verschärfung des Asylrechts in Berlin

Thorsten Strasas

Rund 1.000 Menschen haben in Berlin gegen die drastische Verschärfung des Ayslrechts in Deutschland durch das sogenannte „Asylpaket II“ der Bundesregierung protestiert. Unter den Teilnehmenden waren auch viele Geflüchtete. Aufgerufen hatten Organisationen von Geflüchteten und linke Gruppen. unter den Aufrufenden waren u.a. Moabit hilft, das Bündnis für bedingungsloses Bleiberecht, My Right Is Your Right und der Republikanischer Anwältinnen- und Anwälte Verein (RAV).

Der Demonstrationszug begann vor dem LaGeSo in Berlin Tiergarten, welches zum bundesweiten Sinnbild der Unfähigkeit und des Unwilles des Berliner Senates, ankommende Geflüchtete menschenwürdig zu behandeln, geworden ist. Am Bundesministerium des Innern vorbei und das Bundeskanzleramt passierend, endete die Demonstration vor dem Reichstag. Zu besonderen Vorfällen kam es nicht.

Bildmaterial von Florian Boillot, Oliver Feldhaus und Thorsten Strasas.

Refugees protestieren am LaGeSo gegen anhaltende Gewalt durch Security

Oliver Feldhaus

Nachdem zuletzt ein afghanischer Familienvater von Security-Mitarbeitern am LaGeSo krankenhausreif geschlagen worden war, demonstrierten heute etwa 70 Geflüchtete aus Aghanistan und Iran gegen Gewalt und Schikanen durch Security-Mitarbeiter am LaGeSo.

Bildmaterial von Oliver Feldhaus.

Protest gegen unmenschliche Unterbringung von Geflüchteten und der Bebauung des Tempelhofer Feldes

Christina Palitzsch

Gegen die dauerhafte Unterbringung von Tausenden Geflüchteten im ehemaligen Flughafen und der Bebauung entgegen dem Volksentscheid „100% Tempelhofer Feld“ vom vergangenen Jahr demonstrieren trotz widriger Witterung 500 Menschen.

Viele sprechen sich auch gegen das europäische Abschiebesystem Dublin III aus, sowie gegen Abschiebungen nach Afghanistan.

Against permanent residence of thousands of refugees in the former airport and the construction of houses against the participation of the citizens announced in referendum 100% Tempelhof last year, about 500 people go on the streets despite of ugly weather.

Many protestors speak out against european deportation system Dublin III as well as against deportations to Afghanistan in general.

Bildmaterial von Christina Palitzsch.

Syrer protestieren in Berlin gegen das Aushungern der Bevölkerung durch das Regime

Thorsten Strasas

Syrische Oppositionelle, darunter auch aktuell Geflüchtete, nehmen unter dem Motto „Food is not a weapon!“ an der diesjährigen Großdemonstration „Wir haben es satt!“ gegen konventionelle Landwirtschaft teil.
Die Syrer kritisieren das systematische Aushungern der Bevölkerung z.B. in den Städten Madaya und Al Yarmouk durch die Truppen des Regimes von Baschar al-Assad und der sie unterstützende Milizen.
Mit dabei waren auch Aktivisten des Netzwerks „The 15th Garden“, welches sich für Selbstbestimmung in der Nahrungsmittelproduktion einsetzt.
Die Aktivisten führten zudem eine Performance durch, bei der symbolisch Blut mit Löffeln aus einem Kochtopf vergossen wurde: Statt Nahrung gibt es nur Blut und Tod.
Während der Demo riefen die Protestierenden lautstark nach einem Ende des syrischen Regimes und schwenkten Fahnen der syrischen, säkularen Opposition. Zudem spielten sie syrische Musik.
Am Ende der „Wir haben es satt“ Demonstration stellten sie sich und ihre Forderungen auf der Hauptbühne vor.

Bildmaterial von Florian Boillot, Oliver Feldhaus (Bild 1, Bild 2, Bild 3, Bild 4) und Thorsten Strasas.

Flüchtlingsdemonstration in Berlin gegen Abschiebungen nach Afghanistan

Christian Ditsch

Flüchtlinge demonstrieren in Berlin gegen Abschiebungen nach Afghanistan. Im Geggensatz zur Einschätzung der Bundesregierung, sei das Land kein sicheres Herkunftsland, es herrscht dort weiterhin Krieg, dorthin könnten keine Menschen abgeschoben werden.

Bildmaterial von Christian Ditsch.

Sudanesische Geflüchtete besetzten am Donnerstag kurzfristig die Botschaft des Sudan in Berlin

Oliver Feldhaus

Sudanesische Geflüchtete besetzten am Donnerstag kurzfristig die Botschaft des Sudan in Berlin. Mit ihrer Aktion demonstrierten sie gegen das Regime im Sudan und ihre Situation als Geflüchtete in Deutschland. Sie forderten die Aussetzung der Handelsbeziehungen zwischen der Bundesrepublik und dem Sudan, sowie die Schließung der Botschaft und die Anerkennung ihres Asyls.

Seit 2003 starben im sudanesischen Bürgerkrieg huntertausende Menschen und Millionen Menschen sind auf der Flucht. Präsident Omar al-Bashir wird vom Internationalen Strafgerichtshof wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschheit gesucht.

Nach Eintreffen der Polizei verließen die Besetzer friedlich die Botschaft und setzten ihren Protest vor dem Gebäude fort.

In ihrer Erklärung heißt es:

„Wir erheben diese Forderungen, weil wir für einen friedlichen, sicheren und demokratischen Sudan kämpfen.
Aus einem friedlichen, sicheren und demokratischen Sudan müssten wir nicht fliehen.
Mit einem friedlichen, sicheren und demokratischen Sudan müssten wir heute, hier an dieser Stelle auch nicht als Geflüchtete stehen müssen“.

Vollständige Erklärung der Besetzer.

 

Oliver Feldhaus

© Oliver Feldhaus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildmaterial von Florian Boillot.

Protest von Geflüchteten vor dem LaGeso in Berlin

Florian Boillot

Rund 100 hauptsächlich Afghanen protestieren gegen ihre angebliche Diskriminierung, nach der Araber in den Warteschlangen vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) in Berlin tiergarten bevorzugt werden. Sie warten seit Tagen vor dem LaGeSo.

Die Situation vor der Registrierungsstelle für neuankommende Geflüchtete in Berlin ist seit Monaten menschenunwürdig und kann nur durch den massiven Einsatz von ehrenamtlichen Helfern gelindert werden. Der Berliner Sozialsenator Mario Czaja (CDU) ist nach wie vor wahlweise nicht willens oder nicht in der Lage, daran etwas zu ändern. Zuletzt legte ihm der Regierende Bürgermeister Berlins Michael Müller (SPD) den Rücktritt nahe.

Bildmaterial von Florian Boillot.

Protest gegen massive Verschärfung des Asylrechts in Berlin

Björn Kietzmann

Rund 1000 Menschen nehmen an einer Demonstration in Berlin teil, während der Deutsche Bundestag die tiefgreifenste Verschärfung des Asylrechts seit 1993 beschließt. Am darauffolgenden Tag wird auch auch der Bundesrat mit dem Votum von grün regierten Bundesländern die Verschärfung mittragen.

Bildmaterial von Florian Boillot und Björn Kietzmann.

Demonstration und Fest zur Unterstützung der Geflüchteten in Heidenau

Christian Mang

Hunderte Unterstützer von Geflüchteten demonstrieren in Heidenau, Sachsen gegen Rassismus. Die Demonstration führt zu der Unterbringung der Geflüchteten in einem ehemaligen Baumarkt. Der Demonstration schließt sich ein Fest an, an dem auch die Refugees teilnehmen und ausgelassen feiern.

In den Tagen zuvor hat es gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen einheimischen Rechtsextremen und einer überforderten und unterbesetzten Polizei vor der Unterkunft gegeben.

Am gleichen Tag gab es zuvor eine Demonstration gegen Rassismus und Rechtsextremismus in Dresden.

Bildmaterial von Christian Mang und Florian Boillot (Dresden, Heidenau).

Demonstration in Berlin gegen die Verschärfung des Asylrechts

Yusuf Beyazit

Unter dem Motto „Flucht ist kein Verbrechen“ demonstrieren Menschen in Berlin Neukölln und Kreuzberg gegen die durch die Bundesregierung geplante Verschärfung des Asylrechts in Deutschland.

Bildmaterial von Yusuf Beyazit.

Refugee Demonstration „Wir sind noch hier“

Oliver Feldhaus

Protestaktion von sog. Lampedusa-Flüchtlingen vor der Innenverwaltung Berlin. Die Refugees werden seit dem Verlassen des Oranienplatzes vor mehr als einem Jahr vom Berliner Senat trotz Zusagen und Vereinbarungen vollkommen im Stich gelassen .

Ohne die engagierte Unterstützung und Hilfe einiger evangelicher Kirchenkreise wäre das Überleben dieser Flüchtlingsgruppe in Berlin überhaupt nicht mehr möglich. Da sich aber auch die evangelische Kirche in Berlin vom Senat getäuscht und am Rande ihrer Möglichkeiten sieht, hat sie die Protestaktion der Refugees unterstützt und mitgetragen. Der Evangelische Kirchenkreis Stadtmitte führte mit den Refugees eine nunmehr fünftägige Mahnwache durch.

Während dieser Zeit wurde eine Arche gebaut, die nun durch die Straßen gezogen wurde.

Bildmaterial von Yusuf Beyazit und Oliver Feldhaus.