Beitrag getagt mit Checkpoint Charlie


Protest „Stoppt den Krieg gegen Migranten!“ am ehemaligen Grenzübergang Checkpoint Charlie in Berlin

Christian Ditsch

Am 6. Februar 2014 setzte die spanische Guardia Civil Gummigeschosse und Tränengas gegen Migranten und Flüchtlinge ein, die versuchten vom marokkanischen Tarajal in die spanische Exklave Ceuta zu schwimmen. Dabei wurden 15 Menschen getötet. Im Herbst 2015 stellte ein spanisches Gericht die Ermittlungen gegen 16 beteiligte Polizeibeamte ein, die von spanischen NGOs verklagt worden waren.

Zum zweiten Jahrestag des Geschehens versammelten Flüchtlinge und Unterstützer am ehemaligen Grenzübergang Checkpoint Charlie und gedachten der Toten. „Angesichts der weiterhin dramatischen Situation der Migranten und Geflüchteten erklären wir insbesondere unsere Solidarität mit den Menschen aus der Subsahara, die weit entfernt von Fernsehkameras in der Wüste, sowie denen die täglich im Mittelmeer sterben.“ so die Organisatoren der Aktion.

Bildmaterial von Christian Ditsch.

Symbolische Besetzung des Mauermuseums durch Refugees

Oliver Feldhaus

Am Freitagnachmittag besetzten Unterstützer der Refugees symbolisch das Mauermuseum am Checkpoint Charlie in Berlin. In einer Erklärung heißt es, dass sie mit der Aktion den Kampf der Geflüchteten für ein Bleiberecht unterstützen.

„Der Checkpoint Charlie ist einer der Orte, an denen in Berlin Flucht thematisiert wird. Aber Flucht ist nicht Geschichte.“

Rund um das Haus wurden Transparente angebracht, vom Dach des Gebäudes wurden Flugblätter unter die Passanten geworfen und auf der Straße vor dem Haus wurde eine Kundgebung abgehalten, die den Verkehr zum Erliegen brachte. Als die Polizei nach etwa einer halben Stunde eintraf, war die Aktion bereits beendet.

Bildmaterial von Christian Ditsch und Oliver Feldhaus.