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Zehnter Tag des Hungerstreiks und der vergebliche Versuch eines Zeltaufbaus

Thorsten Strasas

Einige Flüchtlinge und Unterstützer wollten am Nachmittag ein Zelt am Oranienplatz aufbauen. Für dieses hatten die Demonstranten eine Sondergenehmigung, allerdings nur für eine Fläche von 7×11 Meter. Polizisten stoppten den Aufbau umgehend. Sie wollten Beweise sehen, dass das mitgebrachte Zelt die Maße nicht überschreitet. Es folgte eine längere Diskussion, da die Polizei den Protestlern nicht gestatten wollte, das Zelt probeweise zu errichten, um zu zeigen, dass die Maße nicht überschritten werden. Nach einiger Zeit wurde das Zelt zum Mariannenplatz getragen. Mit Zollstock und Maßband stellten die Demonstranten fest, dass das Zelt mit 8×8 Meter-Größe etwas zu groß ist. Nun wird nach einem neuen Zelt gesucht.

Inzwischen befinden sich seit 10 Tagen einige Flüchtlinge am Oranienplatz in einem Hungerstreik.

Bildmaterial von Björn Kietzmann, Andrea Linss und Oliver Feldhaus.

Refugees demonstrieren aus Solidarität mit Napuli Langa und für den Erhalt des Protestes am Oranienplatz

Björn Kietzmann

Nachdem Napuli Langa ihre Baumbesetzung am Oranienplatz freiwillig gegen Zugeständnisse des Senats verlassen hat. Beteiligten sich rund 1000 Menschen an einer Flüchtlingsdemonstration. Der Protestzug der an der besetzten Schule in der Ohlauer Strasse startete endete am Oranienplatz. Wo sich nach wie vor einige Flüchtlinge in einem Hungerstreik befinden. Die Demonstration verlief friedlich.

Bildmaterial von Yusuf Beyazit und Björn Kietzmann.

3. Tag der Baumbesetzung und Hungerstreik am Oranienplatz

Yusuf Beyazit

Einige Eindrücke vom dritten Tag nach der Räumung. Der Baum ist immer noch von der Aktivistin Napuli Langa besetzt und vier weitere Refugees befinden sich im Hungerstreik. Das Bezirksamt lässt immer noch von privatem Sicherheitsdienst und Polizei bewachen.

Bildmaterial von Yusuf Beyazit, Gabriele Senft und Johann Stemmler.

Baumbesetzung und Hungerstreik von Refugees nach der Räumung des Protest Camps

Oliver Feldhaus

Nach wie vor harrt eine Aktivistin auf einem Baum am Standort des geräumten Refugee Protest Camps aus und nach wie vor verweigert die Polizei im Auftrag des Bezirkes Kreuzberg jede Übergabe von Nahrung.

Zudem befinden sich vier weitere Refugees im Hungerstreik.

Bildmaterial von Yusuf Beyazit, Oliver Feldhaus und Björn Kietzmann.

Der erste Tag nach der Räumung des Refugee Protest Camps auf dem Oranienplatz

Oliver Feldhaus

Am ersten Tag nach der teilweise freiwilligen, teilweise durch den Bezirk erzwungenen Räumung des Refugee Protest Camps auf dem Kreuzberger Oranienplatz kommt es immer wieder vereinzelt zu Protesten. Zudem harren nach wie vor drei Personen auf einem Baum aus. Die Polizei verhindert eine Übergabe von Nahrung und Decken an die Protestierenden und nimmt damit im Rahmen eines Vollzugshilfeersuchens der Kreuzberger Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann eine Gefährdung der Gesundheit der Aktivisten in Kauf.

Ein nächtlicher Einsatz der Feuerwehr, um die Aktivisten vom besetzten Baum zu bekommen, scheiterte.

Mindestens vier Refugees sind im Laufe des Tages in einen Hungerstreik getreten.

Bildmaterial von Florian Boillot (Hungerstreik, Feuerwehreinsatz), Christian Ditsch, Eniola Itohan und Oliver Feldhaus.

Refugees Protest Camp am Oranienplatz geräumt

Christian Ditsch

Nach monatelangen Verhandlungen wurde heute das Refugee Protest Camp auf dem Kreuzberger Oranienplatz nach fast zweijährigem Bestehen geräumt.

In den frühen Morgenstunden fing ein Teil der Refugees, welcher einen „Vertrag“ mit dem Senat und dem Bezirksamt ausgehandelt hat, an, die Hütten einzureißen. Unterstützt wurden sie dabei von der Stadtreinigung und dem Bezirksamt. Im Laufe des Abbaus kam es zu zum Teil heftigen Diskussionen und Auseinandersetzungen zwischen Refugees, da einige das Abkommen ablehnen und das Protest Camp als Ort des politischen Kampfes erhalten wollen. Zudem reichen die angebotenen Unterkünfte nicht für alle Refugees.

Es waren sowohl Senatorin Dilek Kolat (SPD), als auch die grüne Bezirksbürgermeisterin Monika Hermann anwesend. Zudem auch die ehemalige Ausländerbeauftragte des Senats Barbara John.

Im Laufe des Nachmittags kam die bereitstehende Bereitschaftspolizei zum Einsatz – nach Polizeiangaben im Zuge der Amtshilfe auf Anforderung durch Monika Hermann – um die endgültige Räumung des Camps durchzusetzen.

Bildmaterial von Christian Ditsch, Oliver Feldhaus, Björn Kietzmann, Andrea Linss, und Johann Stemmler.

Refugees laden zur Pressekonferenz über die Zukunft des Protest Camps

Björn Kietzmann

Die Refugees luden zu einer Pressekonferenz ins Protest Camp am Oranienplatz in Kreuzberg ein. Nach wie vor gibt es Uneinigkeit: Einige der Protestierenden wollen auf ein Angebot des Senats eingehen und das Camp verlassen. Andere wollen das Protest Camp auf dem Oranienplatz nicht aufgeben.

Bildmaterial von Björn Kietzmann.

Pressekonferenz von Diakonie und Caritas nach angeblicher Einigung

Dirk Stegemann

Einen Tag nach der angeblichen Einigung zwischen Senat und Refugees zum Abbau des Protescamps am Oranienplatz halten die Hilfsorganisationen Diakonie und Caritas eine Pressekonferenz zur derzeitigen Siuation ab. Dabei kommt es zu lautstarken Szenen, als ein Teil der Refugees daraufhinwiesen, dass sie die angebliche ausgehandelte Einigung nicht mittragen.

Bildmaterial von Björn Kietzmann und Dirk Stegemann.

Möglicherweise Brandstiftung im Refugee Protest Camp am Oranienplatz

Florian Boillot

Heute früh um fünf Uhr wurde mutmaßlich Brandstiftung an einem Zelt des Refugee Protestcamps am Oranienplatz begangen. Ein schlafender Flüchtling konnte noch von anderen gerettet und aus dem brennenden Zelt geholt werden. Erst vor wenigen Tagen wurde auf der Facebook-Seite „Nein zum Camp“ über die leichte Brennbarkeit der Unterkünfte spekuliert.

Bildmaterial von Florian Boillot und Björn Kietzmann.

Toilettenwagen des Refugee Protest Camps am Oranienplatz abgebrandt

Florian Boillot

Heute früh gegen 06.00 Uhr brandte der Toilettenwagen des Refugeecamps am Oranienplatz. Feuerwehr, Polizei und Kripo waren vor Ort. Anzeige wurde gestellt und Ermittlungen wegen mutmaßlicher Brandstiftung laufen. Für eine kurzfristige Lösung (Dixi-WC) und langfristig einen neuen Toilettenwagen sowie möglicher Weise versicherungstechnische Fragen werden nun weitere Spenden benötigt.

Bildmaterial von Florian Boillot und Björn Kietzmann.

Impressionen vom schneebedeckten Refugee Protest Camp

Yusuf Beyazit

Mit dem ersten Schnee in diesem Winter versinkt auch das Refugee Protest Camp am Oranienplatz in Berlin-Kreuzberg unter Schnee.

Bildmaterial von Yusuf Beyazit.

Flugblattaktion von Kurt Wansner (CDU) wegen angeblicher Seuchengefahr aus dem Refugeecamp Oranienplatz

Oliver Feldhaus

Kurt Wansner (r.), der für die CDU im Abgeordnetenhaus von Berlin sitzt, verteilte unter Polizeibegleitung in unmittelbarer Umgebung des Refugeecamps Oranienplatz Flyer über eine angebliche „Seuchengefahr“, die von dort ausgehe. Insgesamt war die Flyeraktion von Wansner wenig erfolgreich. „Schämen Sie sich“,“sammeln Sie ihren Dreck wieder ein“, waren noch die freundlicheren Worte, die der Abgeordnete von Anwohnern zu hören bekam, denen er Flyer angeboten hatte.

Bildmaterial von Oliver Feldhaus und Dirk Stegemann.

Wintervorbereitungen im Camp auf dem Oranienplatz

Florian Boillot

Gerüchteweise bereiten sich die Protestcamp-Bewohner gegen eine Räumung des Camps am Oranienplatz vor, indem sie ihre Zelten verbarrikadieren. In Realität wird, winterbedingt, die Wärmedämmung einiger Zelte verbessert und eines der Zelte wird vergrößert… und zwar in aller Ruhe! Nur ein lässig angebrachtes Hinweisschild „Betreten auf eigene Gefahr“ scheint den Senator für Inneres zu begrüßen.

Bildmaterial von Florian Boillot.

Demonstration zum Erhalt des Refugee Protest Camps am Oranienplatz

© Thorsten Strasas

Rund 2.000 Menschen zogen vom Kreuzberger Oranienplatz zum Sitz des Berliner Innensenators an der Klosterstraße in Mitte.

Sie protestierten damit gegen ein am folgenden Tag auslaufendes Ultimatum von Innensenator Frank Henkel (CDU) an die Kreuzberger Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Grüne). Henkel fordert die Räumung des Camps anderenfalls will der Senator den Fall an sich ziehen und im Januar das Camp beenden.

Bildmaterial von Yusuf Beyazit, Christian Ditsch, Andrea Linss, Gabriele Senft, Dirk Stegemann, Johann Stemmler und Thorsten Strasas.

Demonstration zur Bezirksverordnetenversammlung Kreuzberg-Friedrichshain

Johann Stemmler

Mehrere hundert Refugees und Unterstützer ziehen vom Protest Camp am Oranienplatz zur Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Kreuzberg-Friedrichshain, um für den Erhalt des Protest Camps zu protestieren.

Im Anschluss an die Demonstration drangen dutzende Aktivisten in die öffentliche Sitzung der BV ein und besetzten den Plenarsaal zeitweilig. Es folgte die erste BVV-Sitzung, die simultan in Englisch übersetzt wurde.

Bildmaterial von Dirk Stegemann und Johann Stemmler (Set 1) , Johann Stemmler (Set 2).