Beitrag getagt mit Afrika


10. Demonstration zur Erinnerung an die Opfer von Kolonialismus und Sklaverei in Berlin

Thorsten Strasas

Etwa 200 Menschen beteiligten sich am Jahrestag der sog. „Berliner Afrika-Konferenz“ am 10. Gedenkmarsch zur Erinnerung an die Opfer des Kolonialismus, des Sklavenhandels und der Ausbeutung Afrikas durch die Europäischen Staaten. Sie forderten ein Ende der Besetzung der Westsahara durch Marokko und ein Ende der Sklaverei in Mauretanien, wo nach unabhängigen Angaben noch ca. 20 Prozent der Bevölkerung versklavt sind.

Die Demonstration begann an der Gedenktafel für die „Afrika-Konferenz“ in der Wilhelmstraße. Dort wurde an die deutsche Verantwortung für die Verbrechen des Kolonialismus erinnert. Auch die Forderung nach Schaffung eines Denkmals an dieser Stelle wurde erneuert und ein Kranz an der Gedenktafel niedergelegt.

Auf einer Zwischenkundgebung in der Mohrenstraße wird erneut deren Umbenennung gefordert und auf den rassistischen Kontext der jetzigen Namensgebung hingewiesen.

Der Demonstrationszug endet an der Baustelle des Stadtschlosses, dessen Konzeption als Humboldt-Forum von den Teilnehmern abgelehnt wird.

Bildmaterial von Florian Boillot, Christian Ditsch, Oliver Feldhaus und Thorsten Strasas.

Richtfest des Berliner Schlosses wird von Protesten begleitet

Yusuf Beyazit

Proteste unter dem Motto „Sie feiern in Weiß, Wir trauen in Schwarz“ begleiten das Richtfest des Neubaus des Berliner Stadtschlosses.

Afrikanische Gruppen kritisieren insbesondere die koloniale Vergangenheit Preußens und die Verweigerung der Aufarbeitung dieser in Deutschland. Zudem fordern sie die Rückgabe von Kunstgegenständen an ihre ursprünglichen Besitzer, sowie die Überführung von Gebeinen aus den Sammelbeständen deutscher Museen.

Zeitgleich lauschen im Rohbau des Schlosses 1500 geladenen Gäste den Festrednern und Schuberts „Unvollendeter“, dargeboten von der Berliner Staatskapelle unter der Leitung von Daniel Barnboim.

Bildmaterial von Yusuf Beyazit, Florian Boillot und Oliver Feldhaus.

9. Gedenkmarsch zur Erinnerung an die afrikanischen Opfer des deutschen Kolonialismus

Johann Stemmler

Mit dem „9. Gedenkmarsch zur Erinnerung an die afrikanischen Opfer von Versklavung, Menschenhandel, Kolonialismus und rassistischer Gewalt“ erinnern mehrere hundert Menschen in Berlin zum Jahrestag der sog. „Berliner Afrika-Konferenz“ an die Opfer deutscher Kolonialherrschaft in Afrika und deren Nachwirkungen bis heute. Dabei setzen sie sich für eine Umbenennung von Straßennamen, die bis heute an die Täter erinnern oder rassistische Klischees bedienen, ein. Dazu gehört auch die Mohrenstraße in Berlin Mitte. Zudem forderten sie eine Entschuldigung der Bundesregierung für die in deutschem Namen begangenen Verbrechen in den deutschen Afrika-Kolionien, eine Entschädigung der Angehörigen der Opfer und die sofortige Rückgabe der aus Namibia verschleppten Schädel von Anführern des Volksgruppen der Nama und Herero.

Aber auch der Begriff „Rasse“ solle aus dem Grundgesetz getilgt werden. Die Demonstration begann mit einer Kranzniederlegung an den Gedenktafeln an die Kolonialherrschaft und passierte sowohl die Mohrenstraße, wie auch das Auswärtige Amt. Endpunkt war der Lustgarten gegenüber des sich im Bau befindlichen Humboldt-Forums, welches sich Kritik ausgesetzt sieht, da dort auch die ethnologischen Sammlungen einziehen sollen. Diese verfügen bis heute über Exponate, welche während der Kolonialzeit aus Afrika entwendet wurden.

Während der Demonstration stellte ein Performance-Künstler das rassistische Klischee des Mohren dar.

Bildmaterial von Florian Boillot, Christian Ditsch, Oliver Feldhaus, Johann Stemmler und Thorsten Strasas.

1. Fest zur Umbenennung der M.-Straße

Andrea Linss

Verschiedene Gruppen der black community in Berlin veranstalten das „1. Fest zur Umbenennung der Berliner M.-Straße“. Dabei wird die anhaltende rassistische Benennung der Mohrenstraße kritisiert und gefordert, dass diese in Zukunft eine „Persönlichkeit des afrikanischen Widerstands gegen Kolonialismus und Rassismus – wie zum Beispiel Nelson Mandela – ehrt“.

Bildmaterial von Yusuf Beyazit und Andrea Linss.

Herero und Nama fordern Rückgabe von Gebeinen in der Kolonialzeit Ermorderter

Christian Ditsch

Am Freitag den 21. März 2014, dem internationalen Tag gegen Rassismus, versammelten sich Angehörige der namibianischen Herero und Nama zusammen mit Unterstützern vor dem Sitz der Stiftung Preussischer Kulturbesitz um für die Rückgabe der Schädel und Gebeine der in der deutschen Kolonialzeit in den deutschen Kolonien ermordeten Menschen zu demonstrieren.
Die Bundesregierung solle sich endlich ihrer historischen Verantwortung stellen, sich bei den Nachfahren der Opfer entschuldigen und die Stiftung Preussischer Kulturbesitz die Schädel und Gebeine sofort zurückgeben, so die Demonstranten.

Bildmaterial von Christian Ditsch und Björn Kietzmann.

Antirassistisches Kaffeetrinken und Demo für Umbenennung der „Mohrenstraße“

Oliver Feldhaus

Etwa 50 Menschen demonstrierten mit einem „antirassistischen Kaffeetrinken“, um „ein Zeichen gegen den rassistischen Namen der U-Bahnstation Mohrenstraße“ zu setzen. Anschließend zogen sie in einer spontanen Demonstration durch die Mohrenstraße und forderten deren Umbenennung in Nelson-Mandela-Straße.

Bildmaterial von Oliver Feldhaus und Andrea Linss.

Achter Gedenkmarsch zur Erinnerung an die afrikanischen Opfer von Sklavenhandel, Sklaverei und Kolonialismus

Thorsten Strasas

Rund 150 Menschen nahmen im achten Jahr in Folge an einer Demonstration zur Erinnerung an die Opfer von Sklaverei und Kolonialismus in Berlin teil. In Redebeiträgen wurde an die Verbrechen Deutschlands in den Kolonien erinnert und massive Kritik an dem Verhalten von Museen geübt, die sich weigern, aus Afrika geraubte Bestände zurückzugeben.
Auch das Humboldtforum war Gegenstand von Kritik und das Vorhaben, in dem neu errichteten Sitz der ehem. Kolonialherrscher geraubte Bestände aus Afrika auszustellen, als geschmacklos verurteilt.
Die Umbenennung der Berliner Mohrenstraße, war ebenfalls eine der Forderung.
Am Denkmal für die Opfer der Kolonialzeit in der Wilhelmstraße wurde ein Kranz niedergelegt.

Bildmaterial von Florian Boillot, Oliver Feldhaus, Björn Kietzmann, Andrea Linss und Thorsten Strasas.

Trauer um Nelson Mandela

Thorsten Strasas

Am 5. Dezember 2013 verstarb mit Nelson Mandela (Madiba) die Symbolfigur des afrikanischen Kampfes gegen Apartheid, Rassismus und Unterdrückung im Alter von  95 Jahren.
Sein lebenslanger Kampf gegen Ungerechtigkeit, aber auch sein Streben nach Versöhnung wird unvergessen sein.

Mitglieder der afrikanischen Gemeinschaft, aber auch Berliner legen an der Botschaft Südafrikas Blumen nieder, tragen sich in das ausliegende Kondolenzbuch ein und trauern einzeln oder gemeinsam um Nelson Mandela.

Bildmaterial von Andrea Linss und Thorsten Strasas.

Siebter Gedenkmarsch zur Erinnerung and die afrikanischen Opfer von Sklavenhandel, Sklaverei und Kolonialismus

Thorsten Strasas

Rund 200 Angehörige der afrikanischen Gemeinschaft in Berlin, sowie Unterstützer nahmen am „7. Gedenkmarsch zur Erinnerung and die afrikanischen Opfer von Sklavenhandel, Sklaverei und Kolonialismus“ teil. Dieser begann mit einer Kranzniederlegung am Gedenktafel der Aufteilung Afrikas in der Wilhelmstraße und führte über das Brandenburger Tor zum Potsdamer Platz.

Bildmaterial von Christian DitschBjörn Kietzmann, Andrea Linss und Thorsten Strasas.