Stellungnahme zur Nutzung von unserem Bildmaterial

Wir, die PiS freuen uns über die Ausstellung unter dem Titel „We will rise“.

Wir begleiten solidarisch jede/r für sich zum Teil seit 20 Jahren Flüchtlingsproteste in der BRD und als Gruppe seit nunmehr rund drei Jahren die aktuellen Refugee Proteste.

Zur Entstehung der Ausstellung „We will rise“ müssen wir jedoch leider feststellen, dass es mit uns als PiS oder den einzelnen FotografInnen keinerlei konstruktive Zusammenarbeit gab. Vielmehr hat man sich ungefragt an unserer Arbeit, die öffentlich dokumentiert im Internet zu sehen ist, bedient, als seien Portfolios von FotografInnen Selbstbedienungsläden, in denen geleistete Arbeit kostenlos und ungefragt zu haben ist. Offensichtlich wurden erst nach Fertigstellung der Konzeption und wenige Tage vor Veröffentlichung der Ausstellung lediglich einzelne PiS Fotografen angefragt, ob sie Bilder in besserer Druckqualität senden könnten.

Bei aller Solidarität mit den Geflüchteten, ein nicht unerheblicher Teil der „Photographers in Solidarity“ lebt von der Arbeit als FotografIn und unsere Solidarität ist nur möglich, wenn die Entlohnung unserer Arbeit das Grundprinzip darstellt, von dem nur nach konkreter Zustimmung abgewichen wird. In diesem Sinne ist Solidarität keine Einbahnstraße und es sollte der Respekt vor der Arbeit anderer selbstverständlich sein.

Zudem sollte Kritik, die in diesem Fall schon im Vorfeld der Ausstellung zu dem Buch-/Broschüren-Projekt „Movement Magazine“ geäußert wurde, ernst genommen werden. Dies ist jedoch nie geschehen. Somit hinterlässt die Umgehensweise mit uns und unserer Arbeit einen mehr als schlechten Beigeschmack.
Wir bitten daher nochmals nachdrücklich darum, dass zukünftig vor Verwendung und Veröffentlichung von Bildmaterial bei den einzelnen Fotograf*innen unter konkreter Nennung des gewünschten Materials um Erlaubnis zur Nutzung angefragt wird. Zudem möchten wir auch darauf hinweisen, dass insbesondere bei Projekten, an denen auch zahlungskräftige Partner und/oder Sponsoren beteiligt sind oder bei Veröffentlichungen gegen Entgelt, von einer Honorierung der Nutzung von Bildmaterial ausgegangen werden muss.

Bevor ein weiterer solidarischer Umgang mit der Arbeit der FotografInnen nicht in irgendeiner Art und Weise vereinbart ist, ist jegliche weitere Verwendung der Fotos ausserhalb der Ausstellung nicht erwünscht.

Aus Solidarität mit den geflüchteten Menschen und deren Anliegen: Wir wünschen den Menschen um die es in der Ausstellung geht, dass ihnen diese die notwendige Aufmerksamkeit gebracht hat!

FotografInnen der Photographers in Solidarity, August 2015

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