Demonstration nach einem Jahr Lampedusa in Hamburg

Yusuf Beyazit

Rund 5.000 Menschen folgten dem Aufruf von Flüchtlingen und Unterstützern, unter dem Motto „Ein Jahr Lampedusa in Hamburg – Keine Ruhe für den Hamburger Senat“ in der Hamburger Innenstadt zu demonstrieren.

„Anlass ist der Jahrestag des Endes des als „Notstand Nordafrika“ bezeichneten italienischen Programms zur Aufnahme von Kriegsflüchtlingen aus Libyen, welches am 28. Februar 2013 beendet wurde. Die italienischen Behörden schlossen damals die Aufnahmelager und setzten die BewohnerInnen auf die Straße, erteilten den Flüchtlingen Aufenthaltserlaubnisse und drängten sie, Italien Richtung Nordeuropa zu verlassen. Mit dieser Aufforderung brachten die italienischen Behörden zum Ausdruck, was auch viele Gutachten und Berichte von Menschenrechtsorganisationen belegen – dass es für Flüchtlinge in Italien keine Perspektive für ein menschenwürdiges Leben gibt. Einige der Betroffenen schlossen sich in Hamburg zu der Gruppe Lampedusa in Hamburg zusammen und kämpfen seitdem für ein Bleiberecht aus humanitären Gründen. Nach einem Jahr des kräftezehrenden Kampfes steht der Hamburger Senat unserer Forderung nach einem kollektiven Bleiberecht noch immer ablehnend gegenüber und versucht die humanitäre Krise auf Hamburgs Straßen einfach auszusitzen.“

Aus: Aufruf von lampedusa-in-hamburg.tk

Bildmaterial von Yusuf Beyazit und Johann Stemmler.

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