Afrikanische Proteste.

Thorsten Strasas

© Thorsten Strasas

Während die Verbrechen des Holocausts und die der zwei Weltkriege, wenn auch nicht vollständig, so doch zumindest in großen Teilen aufgearbeitet wurden, diese zumindest jedoch im öffentlichen Bewusstsein tief verankert sind, liegt das Handeln des Deutschen Reiches  in seinen Kolonien für die Öffentlichkeit nach wie vor weitestgehend im Dunkeln.

Eine Beschäftigung mit den bisweilen grauenvollen Verbrechen durch die Kolonialmächte an den Völkern Afrikas und die Spätfolgen dieser Unterdrückung und Ausbeutung für die Entwicklung des Kontinents, welche bis in die heutige Zeit hineinreichen, fand und findet in der deutschen Öffentlichkeit weitestgehend nicht statt.

Ob es um die Rückgabe von Schädeln und Gebeinen ermorderter Afrikaner in „Sammlungen“ in „völkerkundlichen“ Museen geht oder einfach nur die Rücknahme einer diskriminierenden Straßenbenennung wie die der „Mohrenstraße“ in Berlin, derartige Forderungen stoßen auf Ablehnung, vor allem aber auf Unverständnis und mangelndes Unrechtsbewusstsein. Selbst mit der einfachen Anerkennung, dass Unrecht tatsächlich geschehen ist, tun sich Politik und Öffentlichkeit schwer.

Es regt sich jedoch Widerstand. Die afrikanische Gemeinde in Deutschland vertritt immer selbstbewusster und lauter ihre Forderungen.

 

Unsere Dokumentation der Ereignisse

 

 

Oliver Feldhaus

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Andrea Linss

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Christian Ditsch

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