9. Gedenkmarsch zur Erinnerung an die afrikanischen Opfer des deutschen Kolonialismus

Johann Stemmler

Mit dem „9. Gedenkmarsch zur Erinnerung an die afrikanischen Opfer von Versklavung, Menschenhandel, Kolonialismus und rassistischer Gewalt“ erinnern mehrere hundert Menschen in Berlin zum Jahrestag der sog. „Berliner Afrika-Konferenz“ an die Opfer deutscher Kolonialherrschaft in Afrika und deren Nachwirkungen bis heute. Dabei setzen sie sich für eine Umbenennung von Straßennamen, die bis heute an die Täter erinnern oder rassistische Klischees bedienen, ein. Dazu gehört auch die Mohrenstraße in Berlin Mitte. Zudem forderten sie eine Entschuldigung der Bundesregierung für die in deutschem Namen begangenen Verbrechen in den deutschen Afrika-Kolionien, eine Entschädigung der Angehörigen der Opfer und die sofortige Rückgabe der aus Namibia verschleppten Schädel von Anführern des Volksgruppen der Nama und Herero.

Aber auch der Begriff „Rasse“ solle aus dem Grundgesetz getilgt werden. Die Demonstration begann mit einer Kranzniederlegung an den Gedenktafeln an die Kolonialherrschaft und passierte sowohl die Mohrenstraße, wie auch das Auswärtige Amt. Endpunkt war der Lustgarten gegenüber des sich im Bau befindlichen Humboldt-Forums, welches sich Kritik ausgesetzt sieht, da dort auch die ethnologischen Sammlungen einziehen sollen. Diese verfügen bis heute über Exponate, welche während der Kolonialzeit aus Afrika entwendet wurden.

Während der Demonstration stellte ein Performance-Künstler das rassistische Klischee des Mohren dar.

Bildmaterial von Florian Boillot, Christian Ditsch, Oliver Feldhaus, Johann Stemmler und Thorsten Strasas.

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