Archiv für Februar 2016


Neuer Friedhof für Geflüchtete auf der griechischen Insel Lesbos

Björn Kietzmann

Friedhof für Flüchtlinge auf der griechischen Insel Lesbos. Nachdem der Armenfriedhof der Insel voll war, wurde nahe des Dorfes Kara Tritos ein Friedhof speziell für Flüchtlinge angelegt. In vielen Gräbern liegen unbekannte Menschen. Mit Baumaschinen findet zudem gerade ein Ausbau der Grabflächen statt.

Bildmaterial von Björn Kietzmann.

10. Demonstration zur Erinnerung an die Opfer von Kolonialismus und Sklaverei in Berlin

Thorsten Strasas

Etwa 200 Menschen beteiligten sich am Jahrestag der sog. „Berliner Afrika-Konferenz“ am 10. Gedenkmarsch zur Erinnerung an die Opfer des Kolonialismus, des Sklavenhandels und der Ausbeutung Afrikas durch die Europäischen Staaten. Sie forderten ein Ende der Besetzung der Westsahara durch Marokko und ein Ende der Sklaverei in Mauretanien, wo nach unabhängigen Angaben noch ca. 20 Prozent der Bevölkerung versklavt sind.

Die Demonstration begann an der Gedenktafel für die „Afrika-Konferenz“ in der Wilhelmstraße. Dort wurde an die deutsche Verantwortung für die Verbrechen des Kolonialismus erinnert. Auch die Forderung nach Schaffung eines Denkmals an dieser Stelle wurde erneuert und ein Kranz an der Gedenktafel niedergelegt.

Auf einer Zwischenkundgebung in der Mohrenstraße wird erneut deren Umbenennung gefordert und auf den rassistischen Kontext der jetzigen Namensgebung hingewiesen.

Der Demonstrationszug endet an der Baustelle des Stadtschlosses, dessen Konzeption als Humboldt-Forum von den Teilnehmern abgelehnt wird.

Bildmaterial von Florian Boillot, Christian Ditsch, Oliver Feldhaus und Thorsten Strasas.

Protest in Berlin gegen Gewalt an Frauen und das Regime im Tschad

Oliver Feldhaus

Etwa 100 Menschen demonstrierten in Berlin gegen Gewalt gegen Frauen im Tschad und weltweit, sowie gegen das diktatorische Regime im Tschad. Hintergrund des Protestes unter dem Motto „Wir sind alle Zouhoura! Nein zur Gewalt an Frauen!“ war die Vergewaltigung der 16jährigen Schülerin Zouhoura durch 6 Männer. Diese sollen Angehörige der Elite des diktatorischen Regimes im Tschad sein, so die Demonstranten. Die Protestierenden fordern eine Aufklärung des Verbrechens und die Bestrafung der Täter.

Auf der Auftaktkundgebung am Checkpoint Charlie sprach auch ein Imam zu den Anwesenden.

Der Protestzug zog vom Checkpoint Charlie über die Friedrichstraße bis zum Auswärtigen Amt.

Bildmaterial von Florian Boillot, Oliver Feldhaus und Thorsten Strasas.

Protest gegen Verschärfung des Asylrechts in Berlin

Thorsten Strasas

Rund 1.000 Menschen haben in Berlin gegen die drastische Verschärfung des Ayslrechts in Deutschland durch das sogenannte „Asylpaket II“ der Bundesregierung protestiert. Unter den Teilnehmenden waren auch viele Geflüchtete. Aufgerufen hatten Organisationen von Geflüchteten und linke Gruppen. unter den Aufrufenden waren u.a. Moabit hilft, das Bündnis für bedingungsloses Bleiberecht, My Right Is Your Right und der Republikanischer Anwältinnen- und Anwälte Verein (RAV).

Der Demonstrationszug begann vor dem LaGeSo in Berlin Tiergarten, welches zum bundesweiten Sinnbild der Unfähigkeit und des Unwilles des Berliner Senates, ankommende Geflüchtete menschenwürdig zu behandeln, geworden ist. Am Bundesministerium des Innern vorbei und das Bundeskanzleramt passierend, endete die Demonstration vor dem Reichstag. Zu besonderen Vorfällen kam es nicht.

Bildmaterial von Florian Boillot, Oliver Feldhaus und Thorsten Strasas.

Geflüchtete protestieren in Berlin für ein respektvolles Miteinander

Thorsten Strasas

Geflüchtete Jugendliche und Deutsche haben angesichts der Silvesterereignisse in Köln für ein respektvolles Miteinander geworben. Auf der Kundgebung auf dem Berliner Alexanderplatz setzten sie sich für gegenseitige Anerkennung und den Respekt von Werten und gegen sexuelle Gewalt ein.

Passanten konnten ihre Wünsche auf Papierherzen schreiben oder bekamen ihren Namen in arabisch übersetzt.

Bildmaterial von Florian Boillot, Christian Mang und Thorsten Strasas.

Protest „Stoppt den Krieg gegen Migranten!“ am ehemaligen Grenzübergang Checkpoint Charlie in Berlin

Christian Ditsch

Am 6. Februar 2014 setzte die spanische Guardia Civil Gummigeschosse und Tränengas gegen Migranten und Flüchtlinge ein, die versuchten vom marokkanischen Tarajal in die spanische Exklave Ceuta zu schwimmen. Dabei wurden 15 Menschen getötet. Im Herbst 2015 stellte ein spanisches Gericht die Ermittlungen gegen 16 beteiligte Polizeibeamte ein, die von spanischen NGOs verklagt worden waren.

Zum zweiten Jahrestag des Geschehens versammelten Flüchtlinge und Unterstützer am ehemaligen Grenzübergang Checkpoint Charlie und gedachten der Toten. „Angesichts der weiterhin dramatischen Situation der Migranten und Geflüchteten erklären wir insbesondere unsere Solidarität mit den Menschen aus der Subsahara, die weit entfernt von Fernsehkameras in der Wüste, sowie denen die täglich im Mittelmeer sterben.“ so die Organisatoren der Aktion.

Bildmaterial von Christian Ditsch.