Archiv für Januar 2016


Refugees protestieren am LaGeSo gegen anhaltende Gewalt durch Security

Oliver Feldhaus

Nachdem zuletzt ein afghanischer Familienvater von Security-Mitarbeitern am LaGeSo krankenhausreif geschlagen worden war, demonstrierten heute etwa 70 Geflüchtete aus Aghanistan und Iran gegen Gewalt und Schikanen durch Security-Mitarbeiter am LaGeSo.

Bildmaterial von Oliver Feldhaus.

Glückwunsch an Christian Mang zum 1. Preis der Rückblende 2015!

Christian Mang

Unser Fotograf Christian Mang hat soeben den ersten Preis der Rückblende 2015, dem deutschen Preis für politische Fotografie, gewonnen!

Wir freuen uns und feiern ihn!

 

Hier gibt es einen Bericht mit Kurzinterview mit Christian: Inforadio: Rückblende 2015 – Politische Fotografie und Karikatur.

Ein weiterer Bericht der Berliner Zeitung: Christian Mang und Thomas Plaßmann erhalten „Rückblende“-Preis.

Christian Mang

Christian Mang gewinnt den 1. Preis der Rückblende 2015.

Protest gegen unmenschliche Unterbringung von Geflüchteten und der Bebauung des Tempelhofer Feldes

Christina Palitzsch

Gegen die dauerhafte Unterbringung von Tausenden Geflüchteten im ehemaligen Flughafen und der Bebauung entgegen dem Volksentscheid „100% Tempelhofer Feld“ vom vergangenen Jahr demonstrieren trotz widriger Witterung 500 Menschen.

Viele sprechen sich auch gegen das europäische Abschiebesystem Dublin III aus, sowie gegen Abschiebungen nach Afghanistan.

Against permanent residence of thousands of refugees in the former airport and the construction of houses against the participation of the citizens announced in referendum 100% Tempelhof last year, about 500 people go on the streets despite of ugly weather.

Many protestors speak out against european deportation system Dublin III as well as against deportations to Afghanistan in general.

Bildmaterial von Christina Palitzsch.

Hunderte Geflüchtete müssen in Schnee und Kälte vor dem LaGeSo in Berlin warten

Florian Boillot

Hunderte Geflüchtete müssen in langen Schlangen bei -4°C vor dem LaGeSo in Berlin auf ihrere Registrierung warten. Sie stehen dabei vor beheizten Zelten. Ehrenamtliche Helfer und Helferinnen von „Moabit hilft“ verteilen Tee, Kaffee und Schokolade für die Kinder.

Bildmaterial von Florian Boillot.

Syrer protestieren in Berlin gegen das Aushungern der Bevölkerung durch das Regime

Thorsten Strasas

Syrische Oppositionelle, darunter auch aktuell Geflüchtete, nehmen unter dem Motto „Food is not a weapon!“ an der diesjährigen Großdemonstration „Wir haben es satt!“ gegen konventionelle Landwirtschaft teil.
Die Syrer kritisieren das systematische Aushungern der Bevölkerung z.B. in den Städten Madaya und Al Yarmouk durch die Truppen des Regimes von Baschar al-Assad und der sie unterstützende Milizen.
Mit dabei waren auch Aktivisten des Netzwerks „The 15th Garden“, welches sich für Selbstbestimmung in der Nahrungsmittelproduktion einsetzt.
Die Aktivisten führten zudem eine Performance durch, bei der symbolisch Blut mit Löffeln aus einem Kochtopf vergossen wurde: Statt Nahrung gibt es nur Blut und Tod.
Während der Demo riefen die Protestierenden lautstark nach einem Ende des syrischen Regimes und schwenkten Fahnen der syrischen, säkularen Opposition. Zudem spielten sie syrische Musik.
Am Ende der „Wir haben es satt“ Demonstration stellten sie sich und ihre Forderungen auf der Hauptbühne vor.

Bildmaterial von Florian Boillot, Oliver Feldhaus (Bild 1, Bild 2, Bild 3, Bild 4) und Thorsten Strasas.

Spontane Aktion „Sorry für Köln“ von Geflüchteten in Berlin

Oliver Feldhaus

„In Köln ist etwas sehr Schlimmes passiert, darum wollen wir hier heute etwas Gutes tun. Die Gewalt, die den Frauen in Köln geschehen ist, hat uns sehr entsetzt. Wir wollen mit unserer Aktion für ein Miteinander und Vertrauen zueinander werben. Wir dürfen uns nicht durch Religion, Nationalität oder Geschlecht gegeneinander aufhetzen lassen. Wir gehören zusammen“.

Dies erklärte einer der drei jungen Iraker, die heute mit einer spontanen Aktion auf dem Alexanderplatz „Sorry für Köln“ sagten. Seit einem Jahr leben sie in Berlin. Seit Köln hat sich die Situation auch für sie verändert. Ihnen begegnet Mißtrauen und Angst, erklärten sie mir. Mit verbundenen Augen und Pappschildern baten sie darum, Vertrauen zu einander zu zeigen und sie zu umarmen.

Während einer halben Stunde der Aktion konnte man tatsächlich nur Passanten erleben, die zunächst staunend und dann durchweg wohlwollend und sehr beeindruckt reagiert haben. Und trotz strömenden Regens haben es sich dann auch viele Menschen, darunter viele Frauen, nicht nehmen lassen, die drei Jungs zu umarmen und ihnen zu danken.

Bildmaterial von Oliver Feldhaus.

Syrer protestieren in Berlin gegen die Belagerung von Madaya

Thorsten Strasas

Rund 250 syrische Aktivisten protestieren auf dem Berliner Alexanderplatz gegen die Belagerung von Madaya durch das syrische Regime von Baschar al-Assad.

Rund 40.000 verzweifelte Menschen hungern in der Stadt und sind seit Monaten weitestgehend von der Zufuhr von Nahrungsmitteln und Medikamenten abgeschnitten. Nach Berichten starben inzwischen mehr als 20 Menschen in Folge des Hungers.

Um das Hungern der Zivilbevölkerung Madaya zu symbolisieren, entkleiden sich Syrer bei knapp über null Grad ihre Oberkörper und verzehren sich während einer Performance nach Brot, dass unerreichbar in einem Käfig liegt.

Bildmaterial von Florian Boillot, Oliver Feldhaus und Thorsten Strasas.