Archiv für März 2015


Brandanschlag auf Kunstprojekt „28 Türen“ auf dem Oranienplatz

Johann Stemmler

Das Kunsprojekt „28 Türen„, welches die Abschottung der Grenzen der Europäischen Union gegenüber flüchtende Menschen thematisierte, fiel einem nächtlichen Brandanschlag zum Opfer. Die Installation, die zunächst auf dem Feld des ehemaligen Flughafens Tempelhof stand, wechselte als Dauereinrichtung an den Oranienplatz in Berlin Kreuzberg.

Das Kunstprojekt schreibt selbst dazu:
„Das Haus der 28 Türen auf dem Berliner Oranienplatz ist am 31.3.2015 um 00:40 durch einen feigen Brandanschlag völlig zerstört worden. Dies war ein erneuter, brutaler Akt der Gewalt gegen Flüchtlinge und ihre Bewegung in Berlin. Der Kampf für die Rechte der Geflüchteten geht weiter!
Quelle: 28doors.eu

Dies ist nicht der erste Anschlag auf Einrichtungen der Refugee Bewegung am Oranienplatz. Zuvor wurde bereits ein Versammlungszelt, sowie ein Toilettenwagen niedergebrannt.

Bildmaterial von Björn Kietzmann und Johann Stemmler.

Demonstration in Hamburg gegen Rassismus und für ein Flüchtlingsheim in Harvesthude

Jutta Schaer

Demonstration unter dem Motto „Rassismus benennen. Die Mitte entlarven!“ in Hamburgs feinem Pöseldorf. Ziel der ca. 1.000 Demonstranten war es, den Bau des Flüchtlingsheims in Harvestehude durchzusetzen und Rassismus zu bekämpfen.

Viele Flüchtlinge werden in den Randgebieten der Stadt untergebracht, aber eine Unterkunft in einem reichen Stadtteil wie Harvestehude soll von Anwohnern gerichtlich verhindert werden.

Bildmaterial von Jutta Schaer.

Erinnerung an den vor einem Jahr gestorbenen Jugendlichen Berkin Elvan

Thorsten Strasas

Mit einer Kundgebung am Kottbusser Tor in Berlin Kreuzberg wurde dem durch die türkische Polizei getöteten Berkin Elvan gedacht.
Die Polizei in Istanbul traf den damals 14jährigen Berkin während der Gezi Park Proteste mit einer Tränengaskartusche am Kopf.

Berkin war an den Protesten nicht beteiligt, sondern geriet als Unbeteiligter unter Beschuss. Nach 269 Tagen im Koma verstarb Berkin Elvan am 11. März 2014.

Bildmaterial von Thorsten Strasas.