Archiv für Mai 2014


Nicolás Rodrigo Miquea spielt ein weiteres Mal für die Refugees am Oranienplatz

Andrea Linss

Nicolás Rodrigo Miquea tritt ein weiteres Mal für die protestierenden Refugees auf dem Kreuzberger Oranienplatz auf. Die hervorragende Gitarrist solidarisiert sich immer wieder mit den Flüchtlingsprotesten und spielt im Rahmen der täglichen Veranstaltungsreihe „Roses for Refugees.

So trat er schon im November 2012 am Pariser Platz auf, sowie bei unserer Ausstellungseröffnung im Café Kotti. Ebenso erst vor einigen Tagen am Oranienplatz.

Bildmaterial von Oliver Feldhaus und Andrea Linss.

Polizei räumt Refugee Protestcamp an der Gedächtniskirche

Bjoern Kietzmann

Die elf anwesende Flüchtlinge werden am späten Vormittag in polizeilichen Gewahrsam genommen. Hintergrund seien angenommene Verstöße gegen die Residenzpflicht. Nach nach einer Identitätsfeststellung sei laut Polizei ein Rücktransport der Flüchtlinge in die jeweiligen Bundesländer geplant.

Bildmaterial von Björn Kietzmann.

Refugee Protest von Kehl nach Strasbourg

Andrea Linss

Unsere Fotografin Andrea Linss begleitete den Protest von Refugees aus Berlin von Kehl nach Strasbourg.

Am 18. 05. war es dann soweit, ca. 400 Menschen aus ganz Europa, darunter überwiegend Geflüchtete ohne Papiere starteten ihren „March for Freedom“ mit der ersten Etappe von Kehl nach Strasbourg. Lautstark, voller Emotionen und Elan, begleitet lediglich von zwei Polizisten auf Mopeds, war das erste „Border Crossing“ ein voller Erfolg.

Dieser wurde nach Ankunft in Strasbourg auch gebührend mit einem Konzert und einer Theateraufführung gefeiert. Eine Pressekonferenz vor dem Gebäude des Europäischen Parlaments, sowie weitere Aktivitäten folgten am nächsten Tag.

Dies war nur eine Etappe eines europaweiten Protestzuges von Refugees nach Brüssel, um gegen die unmenschliche Abschottungspolitik der Europäischen Union zu demonstrieren. Zu ihren Forderungen gehören die Bewegungsfreiheit, die Abschaffung von Lagern und das Recht auf Arbeit und Studium.

„We are asylum seekers, refugees, undocumented migrants, europeans with a « migration background », we are all those who have no full citizenship. We are those who wear the label « not from here ». Our real or supposed origin is an argument to deprive us of many rights. Yet our life is here, and like everyone else we just want to build a decent life for us and our families.“

aus dem Aufruf, den ganzen Text gibt es hier.

Weitere Informationen: Offizielle Seite. Offizielle Facebook Seite.

Bildmaterial von Andrea Linss.

Trauer und Wut über die Opfer von Soma

Yusuf Beyazit

Mehrere hundert Menschen gehen nach einem Aufruf linker Gruppen in Kreuzberg auf die Straße, um den Opfern im Bergwerk von Soma zu gedenken und ihre Wut über das Profitdenken der Betreiber und der türkischen Regierung unter Recep Tayyip Erdogan auszudrücken.

Bildmaterial von Yusuf Beyazit und Florian Boillot.

Refugees machen sich von Berlin aus auf den Weg zum „March for freedom“

Oliver Feldhaus

Am 17. Mai veranstaltete die Blockupy Plattform Berlin eine Demonstration unter dem Motto „Grenzenlos solidarisch – für eine Demokratie von unten“. Diese Demonstration war gleichzeitig der Berliner Start für den „Protest March for Freedom“ der Flüchtlinge nach Brüssel. Vom Oranienplatz aus wurden mehrere Kleinbusse mit Refugees und AktivistInnen zur ersten Etappe des Marches nach Kehl verabschiedet.

Bildmaterial von Oliver Feldhaus.

Wynton Kelly Stevenson spielt für die Refugees am Oranienplatz

Andrea Linss

Wynton Kelly Stevenson spielt im Rahmen von „Roses for refugees“, welches täglich um 18:00 Uhr am Oranienplatz stattfindet, für die protestierenden Flüchtlinge.

Bildmaterial von Andrea Linss.

Kundgebung in Gedenken an die Opfer von Soma

Florian Boillot

Rund 100 Menschen versammeln sich auf dem Berliner Breitscheidplatz zu einer Kundgebung unter der Motto: „Es war Mord kein Unfall“ um ihre Solidarität mit den Arbeitern von Soma in der Türkei zu zeigen und gegen die Regierung von Recep Tayyip Erdogan und seiner AKP zu demonstrieren.

Bildmaterial von Florian Boillot.

Pressekonferenz der Asylsuchenden an der Gedächtniskirche

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Bis heute 14:00 sollten die 11 Asylsuchenden vor der Gedächtniskirche den Platz verlassen haben, weil am Samstag die Fans des DFB-Pokalfinales den Platz beanspruchen würden.

Da sie bis zu diesem Zeitpunkt keine anderen Informationen hatten, äußerten sich die Refugees auf einer Pressekonferenz am Mittag zutiefst enttäuscht über das abweisende Verhalten der evangelischen Kirche. Sie bekräftigten entschlossen, nicht vom Platz weichen zu wollen, bis eine Lösung ihrer Probleme in Sicht sei. Man sei aber zur jeder Zeit zu jeglichen Gesprächen mit der Kirche und anderen Verantwortlichen bereit.

Die Asylsuchenden veröffentlichen zudem eine Gegendarstellung zu den Äußerungen des Pfarrers Martin Germer gegenüber der Presse: Gegendarstellung.

Nach der Pressekonferenz erklärte die Pfarrerin Cornelia Kulawik gegenüber der Presse, dass es nicht die Absicht der Gemeinde sei, die Refugees zu vertreiben. Bis Morgen sei der Aufenthalt vor der Kirche auf jeden Fall möglich. Heute Abend treffe sich der Gemeindekirchenrat, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Über das Ergebnis werden man dann Morgen um 12:00 auf einer Pressekonferenz informieren.

Bildmaterial von Florian Boillot und Oliver Feldhaus.

Sarah Mouwani tritt im Rahmen von „Roses for Refugees“ auf

Andrea Linss

Die Lyrikerin Sarah Mouwani tritt im Rahmen von „Roses for Refugees“ aus Solidarität mit den Protesten von Refugees am Kreuzberger Oranienplatz auf.

Bildmaterial von Andrea Linss.

Pressekonferenz in der besetzten Gerhart-Hauptmann-Schule

Florian Boillot

Die Besetzer der ehemaligen Gerhart-Hauptmann-Schule in Kreuzberg halten eine Pressekonferenz ab, um über die  Geschehnisse in der Schule zu informieren.

Bildmaterial von Florian Boillot.

Bahati unterstützt die Refugees am Oranienplatz

Andrea Linss

Die Sängerin Bahati unterstützt die protestierenden Refugees am Kreuzberger Oranienplatz mit einem Auftritt im Rahmen der Reihe „Roses for Refugees“.

Bildmaterial von Andrea Linss.

Paul Teschner und Manfred Wex spielen für die Refugees am Oranienplatz

Andrea Linss

Paul Teschner und Manfred Wex spielen an der Dauermahnwache der Refugees am Kreuzberger Oranienplatz im Rahmen des Programms „Roses for Refugees“.

Bildmaterial von Andrea Linss.

Gedächtnis-Kirche setzt hungerstreikende Refugees vor die Tür

Florian Boillot

Das Entsetzen und die Verzweiflung stand den elf Männern ins Gesicht geschrieben, als nach einem mehrstündigen Gespräch vom Küster der Gemeinde der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche vor die Tür gewiesen wurden.

Bei der Gemeinde der Gedächtniskirche hatten die elf Refugees um Schutz, Unterstützung und Kirchenasyl gebeten, nachdem sich ihr Hunger- und Durstreik am Alexanderplatz bereits lebensbedrohlich zugespitzt hatte und dennoch keinerlei Reaktionen von politisch Verantwortlichen erfolgt waren. In dieser Kirche hat es im Dezember ein Solidaritätskonzert für die Refugees gegeben.

Doch auch Pfarrer Martin Germer und weitere VertreterInnen der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche lehnten die Bitten nach Kirchenasyl ab, da man sich nicht in der Verantwortung sehe, einen humanitären Schutz zu gewährleisten, heißt es in einer Presseerklärung der Unterstützer der Refugees.

Der Pfarrer habe ihnen mit der Polizei gedroht, wenn man das Kirchengebäude nicht verlasse, erklärten die Flüchtlinge auf einer spontanen Pressekonferenz. Einer der Flüchtlinge sagte:

„Was mich am meisten erstaunt ist, dass uns gerade die Kirche ablehnt, denn ich bin ein gläubiger Mensch und ich dachte, die Kirche ist für alle Menschen auf der Welt da.“

Die Flüchtlinge beschlossen, vor Ort im Freien vor den Toren der Kirche ihren Protest fortzuführen, bis Verantwortliche aus der Politik mit ihnen Gespräche aufnehmen. Über die Polizei ließ die Gemeinde den Refugees mitteilen, dass die Gemeinde den Protest der Flüchtlinge vor den Kirchentüren vorerst dulde, sofern keine Schlafsäcke benutzt und Zelte aufgebaut würden.

Bildmaterial von Florian Boillot und Oliver Feldhaus.

Nicolás Rodrigo Miquea spielt für die Refugees am Oranienplatz

Andrea Linss

Der klassische Gitarrist Nicolás Rodrigo Miquea spielt ihm Rahmen der Reihe „Roses for Refugees“ aus Solidarität mit den protestierenden Refugees am Kreuzberger Oranienplatz.

Bildmaterial von Andrea Linss.

Refugees berichten am Oranienplatz über ihr Leben und ihren Kampf

Andrea Linss

Protestierende Refugees am Kreuzberger Oranienplatz berichten während der Veranstaltungsreihe „Roses for Refugees“ über ihre Schicksale, ihre Herkunft und Erlebnisse, sowie über ihre Verzweiflung und die Beweggründe für den Protest.

Bildmaterial von Andrea Linss.