Archiv für April 2014


Pressekonferenz der Refugees nach Unterbrechung des Hungerstreiks am Oranienplatz

Oliver Feldhaus

Nach dem ersten Gespräch mit der Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration Aydan Özoğuz erklärten die Refugees vom Oranienplatz, dass sie die Zusage zu einem weiteren Gespräch begrüßen und bis dahin ihren bis dahin 21tägigen Hungerstreik unterbrechen, aber weiterhin auf dem Oranienplatz bleiben werden.

Weitere Positionen in einer vom Senat und der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung vor dem Gespräch gefertigten Vereinbarung wurden von den Refugees jedoch nicht unterschrieben.

Bildmaterial von Björn Kietzmann und Oliver Feldhaus.

Refugees und Unterstützer trauern um Anwar

Andrea Linss

Refugees und Unterstützer kamen am 28.04.2014 zusammen, um dem 29jährigen Marokkaner Anwar zu gedenken, der drei Tage zuvor bei einem Streit mit einem anderen Bewohner der besetzten Gerhart-Hauptmann-Schule tödlich verletzt wurde.

Die Flüchtlinge hoffen nun um Unterstützung, um den Leichnam des jungen Mannes nach Marokko bringen zu können.

Bildmaterial von Björn Kietzmann und Andrea Linss.

Zaida Horstmann, Mnyaka Sururu Mboro, sowie Christian Kopp singen und dichten für die Refugees

Andrea Linss

Zaida Horstmann und Mnyaka Sururu Mboro von Berlin Postkolonial, sowie Christian Kopp treten im Rahmen von „Roses for Refugees“ am Lager der Hungerstreikenden am Oranienplatz auf. Dabei tragen sie Lieder und Gedicht vor.

Bildmaterial von Andrea Linss.

Trauer und Wut über den Tod eines Refugees in der besetzten Schule

Yusuf Beyazit

Trauer und Wut herrschen über den Tod eines Refugees in der besetzten Gerhart-Hauptmann-Schule.

Nach Polizei- und Presseangaben wurde der 29jährige Marrokaner im Laufe eines Streites von einem 40jährigen Tatverdächtigen aus Gambia mit einem Messer schwer verletzt und verstarb kurz darauf noch am Tatort. Der Tatverdächtige wurde nach Hinweisen durch andere Bewohner festgenommen. Es wurden Blumen an der Schule niedergelegt.

Bildmaterial von Yusuf Beyazit.

Refugee stirbt nach Streit in der besetzten Gerhart-Hauptmann-Schule

Bjoern Kietzmann

Tragischer Vorfall an der Gerhart-Hauptmann-Schule in der Ohlauer Strasse in Berlin Kreuzberg. Ein Streit im Flachbau der von Flüchtlingen besetzen ehemaligen Schule eskaliert. Ein 29-jähriger Bewohner stirbt nachdem er von einem anderen Bewohner im Duschbereich mit einem Messer niedergestochen wurde. Die Polizei nahm einen 40-jährigen Tatverdächtigen fest. Ein Sicherheitsmitarbeiter der Schule verfolgte den fliehenden Tatverdächtigen.

An der Schule anwesende Flüchtlinge kritisierten, dass es 20 Minuten gedauert haben soll bis die alarmierten Rettungskräfte zusammen mit der Polizei an der Schule eintrafen.

Bildmaterial von Björn Kietzmann.

„3 Women & the bass“ treten im neuen Infozelt der Refugees auf

Thorsten Strasas

Die drei Sängerinnen von „3 Women & the bass“ treten im Rahmen von „Roses for Refugees“ zur Unterstützung der sich im Hungerstreik befindlichen Flüchtlinge im gerade errichteten Infozelt am Oranienplatz auf.

Bildmaterial von Andrea Linss und Thorsten Strasas.

Flüchtlinge und Unterstützer bauen ein Informationszelt auf dem Oranienplatz auf

Thorsten Strasas

Am Mittwoch den 23. April 2014 bauten Flüchtlinge und Unterstützer im vierten Anlauf endlich ihr zugesagtes Informationszelt auf dem Oranienplatz in Berlin-Kreuzberg auf.

Sie hatten dafür eine Sondernutzungsgenehmigung durch den Bezirk, sowie ein Schreiben der Senatorin für Soziales und Integration, Dilek Kolat. Für den Aufbau war extra der stellv. Bezirksbürgermeister und zuständige Stadtrat für Wirtschaft, Ordnung, Schule und Sport Dr. Peter Beckers gekommen und erteilte auf dem Platz nochmals die Sondernutzungsgenehmigung und wies die Polizei an, den Zeltaufbau zu gewähren.

Die Polizei hatte in den vorangegangenen Tagen mehrfach den Aufbau verhindert. Mal war der Einsatzleiter der Meinung, die Genehmigung und das Schreiben der Senatorin hätten keine Bedeutung für den Aufbau, ein anderes Mal waren dem Einsatzleiter Abmessungen des Zeltes nicht recht. Am Dienstagabend noch erklärte der zuständige Einsatzleiter, die telefonische Anweisung des zuständigen Stadtrates sei nicht rechtens, da er ja nicht wisse, wer am Telefon sei. In Berliner Medien wurde das Verhalten der Polizei zuletzt als „Zelt-Posse“ bezeichnet.

Bildmaterial von Christian Ditsch, Oliver Feldhaus, Björn Kietzmann, Andrea Linss, Johann Stemmler, und Thorsten Strasas.

Pressekonferenz der Refugees und Demo zum Bundeskanzleramt

Christian Ditsch

Die Refugees, die u.a. seit über 10 Tagen auf dem Oranienplatz einen Hungerstreik durchführen, halten eine Pressekonferenz zusammen mit Flüchtlingen aus der besetzten Gerhart-Hauptmann-Schule in Berlin-Kreuzberg und einer Dauermahnwache vor dem Sitz der Europäischen Kommision am Brandenburger Tor ab.
Die Flüchtlinge erklärten der Presse den Stand des Hungerstreiks und warben für einen Flüchtlingsprotestmarsch von Strassbourg nach Brüssel im Juni.
Anschließend zogen sie mit einer Demonstration zum Kanzleramt, um dort mit der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration im Bundeskanzleramt, Aydan Özoguz  einen Termin zu bekommen.
Sie stellten in Aussicht, dass dabei der Hungerstreik beendet werden könnte. Da die Staatsministerin nicht im Haus war, schrieben die Flüchtlinge einen Brief an sie, der u.a. auch von  Hans-Christian Ströbele, MdB (B90/Grüne), sowie Halina Wawzyniak, MdB (Linke) und Canan Bayram, MdA (B90/Grüne) mit unterzeichnet wurde. Der Brief wurde den wachhabenden Bundespolizisten übergeben.

Bildmaterial von Christian Ditsch, Oliver Feldhaus, Johann Stemmler und Thorsten Strasas.

Polizei verhindert erneut den Aufbau eines Informationszeltes am Oranienplatz

Christian Ditsch

Am Dienstag, den 22. April 2014 versuchten Flüchtlinge und Unterstützer zum zweiten Mal ein zugesagtes Informationszelt auf dem Oranienplatz in Berlin-Kreuzberg aufzubauen. Sie hatten dafür eine Sondernutzungsgenehmigung sowie ein Schreiben der Senatorin für Soziales und Integration, Dilek Kolat dabei. Die Polizei verhinderte dennoch den Aufbau, da sie der Meinung war, diese Genehmigung und das Senatsschreiben hätten keine Bedeutung für den Aufbau. Wenige Tage zuvor hatte die Polizei den ersten Zeltaufbau mit der Begründung verhindert, die Maße seien einen Meter zu groß.

Bildmaterial von Christian Ditsch, Björn Kietzmann, Andrea Linss und Johann Stemmler.

Jumaa treten im Rahmen von „Roses for Refugees“ am Oranienplatz auf

Andrea Linss

Sascha und Alex treten im Rahmen von “Roses for Refugees” auf. Dabei werden Künstler aller Art gebeten, täglich um 18:00 Uhr am Oranienplatz aufzutreten und damit zu zeigen, dass Refugees willkommen sind.

Bildmaterial von Andrea Linss.

Eindrücke vom zwölften Tag des Hungerstreiks am Oranienplatz

Andrea Linss

Einige Eindrücke vom zölften Tag des Hungerstreiks von Refugees am Kreuzberger Oranienplatz.

Bildmaterial von Andrea Linss.

Bilder vom Hungerstreik und dem Auftritt von Philipp Khabo Koepsell

Andrea Linss

Philipp Khabo Koepsell tritt im Rahmen von “Roses for Refugees” auf. Dabei werden Künstler aller Art gebeten, täglich um 18:00 Uhr am Oranienplatz aufzutreten und damit zu zeigen, dass Refugees willkommen sind.

Bildmaterial von Andrea Linss (Eindrücke vom TagPhilipp Khabo Koepsell).

Sascha und Alex treten im Rahmen von „Roses for Refugees“ auf

Andrea Linss

Sascha und Alex treten im Rahmen von „Roses for Refugees“ auf. Dabei werden Künstler aller Art gebeten, täglich um 18:00 Uhr am Oranienplatz aufzutreten und damit zu zeigen, dass Refugees willkommen sind.

Bildmaterial von Andrea Linss.

Zehnter Tag des Hungerstreiks und der vergebliche Versuch eines Zeltaufbaus

Thorsten Strasas

Einige Flüchtlinge und Unterstützer wollten am Nachmittag ein Zelt am Oranienplatz aufbauen. Für dieses hatten die Demonstranten eine Sondergenehmigung, allerdings nur für eine Fläche von 7×11 Meter. Polizisten stoppten den Aufbau umgehend. Sie wollten Beweise sehen, dass das mitgebrachte Zelt die Maße nicht überschreitet. Es folgte eine längere Diskussion, da die Polizei den Protestlern nicht gestatten wollte, das Zelt probeweise zu errichten, um zu zeigen, dass die Maße nicht überschritten werden. Nach einiger Zeit wurde das Zelt zum Mariannenplatz getragen. Mit Zollstock und Maßband stellten die Demonstranten fest, dass das Zelt mit 8×8 Meter-Größe etwas zu groß ist. Nun wird nach einem neuen Zelt gesucht.

Inzwischen befinden sich seit 10 Tagen einige Flüchtlinge am Oranienplatz in einem Hungerstreik.

Bildmaterial von Björn Kietzmann, Andrea Linss und Oliver Feldhaus.

Achter Tag des Hungerstreiks am Oranienplatz

Yusuf Beyazit

Noch immer befinden sich Refugees am Oranienplatz im unbefristeten Hungerstreik, um für ihre Forderungen zu kämpfen.

Bildmaterial von Yusuf Beyazit.