Archiv für März 2014


Demonstration gegen Diskriminierung von Homosexuellen in Uganda und Nigeria

Thorsten Strasas

Rund 150 Menschen, darunter viele Refugees, nahmen an einer Demonstration vom Kreuzberger Oranienplatz über die Botschaft Nigerias zur Botschaft Ugandas teil.
Sie forderten ein Ende der Diskriminierung, sowie die Rücknahme von Homo- und Transsexuellen kriminalisierenden Gesetzen in diesen Ländern.

Bildmaterial von Johann Stemmler und Thorsten Strasas.

Refugees spielen auf dem Ku’damm Szenen der Repression nach

Andrea Linss

Etwa zwanzig Refugees und Supporter zogen heute vom Wittenbergplatz über den Ku’Damm, um mit gespielten Szenen  auf Repressionen und Rassismus gegenüber Geflüchteten aufmerksam zu machen.

Bildmaterial von Oliver Feldhaus und Andrea Linss.

Herero und Nama fordern Rückgabe von Gebeinen in der Kolonialzeit Ermorderter

Christian Ditsch

Am Freitag den 21. März 2014, dem internationalen Tag gegen Rassismus, versammelten sich Angehörige der namibianischen Herero und Nama zusammen mit Unterstützern vor dem Sitz der Stiftung Preussischer Kulturbesitz um für die Rückgabe der Schädel und Gebeine der in der deutschen Kolonialzeit in den deutschen Kolonien ermordeten Menschen zu demonstrieren.
Die Bundesregierung solle sich endlich ihrer historischen Verantwortung stellen, sich bei den Nachfahren der Opfer entschuldigen und die Stiftung Preussischer Kulturbesitz die Schädel und Gebeine sofort zurückgeben, so die Demonstranten.

Bildmaterial von Christian Ditsch und Björn Kietzmann.

Pressekonferenz von Diakonie und Caritas nach angeblicher Einigung

Dirk Stegemann

Einen Tag nach der angeblichen Einigung zwischen Senat und Refugees zum Abbau des Protescamps am Oranienplatz halten die Hilfsorganisationen Diakonie und Caritas eine Pressekonferenz zur derzeitigen Siuation ab. Dabei kommt es zu lautstarken Szenen, als ein Teil der Refugees daraufhinwiesen, dass sie die angebliche ausgehandelte Einigung nicht mittragen.

Bildmaterial von Björn Kietzmann und Dirk Stegemann.

Antirassistisches Kaffeetrinken und Demo für Umbenennung der „Mohrenstraße“

Oliver Feldhaus

Etwa 50 Menschen demonstrierten mit einem „antirassistischen Kaffeetrinken“, um „ein Zeichen gegen den rassistischen Namen der U-Bahnstation Mohrenstraße“ zu setzen. Anschließend zogen sie in einer spontanen Demonstration durch die Mohrenstraße und forderten deren Umbenennung in Nelson-Mandela-Straße.

Bildmaterial von Oliver Feldhaus und Andrea Linss.

Protest „Seuchengefahr Rassismus“ vor der CDU-Zentrale

Johann Stemmler

Rund 50 junge Menschen versammelten sich am 14. März 2014 zu einer Kundgebung vor der CDU-Parteizentrale in Berlin gegen Repression und rassistische Hetze.
Der Titel der Veranstaltung dürfte auch als Antwort zu verstehen sein auf die völlig missglückte Flyer-Aktion des CDU-Abgeordneten Wasner vom Januar 2014. Damals hatte dieser versucht, Kreuzberger Anwohner des O-Camps gegen dieses aufzuhetzen, indem er behauptete, dort würde Seuchengefahr bestehen.

Bildmaterial von Andrea Linss und Johann Stemmler.

Refugee Protest vor der Botschaft von Mali

Oliver Feldhaus

Etwa 80 Refugees demonstrierten heute vor der Botschaft von Mali in Berlin gegen die Zusammenarbeit der Botschaft von Mali mit deutschen Behörden bei der Vorbereitung von bevorstehenden Abschiebungen. Ein Vertreter der Botschaft war nur unter massivem Polizeischutz zu einem von den Refugees verlangten Gespräch bereit. Währenddessen kam es zu mehreren Festnahmen wegen angeblichen Landfriedensbruchs und versuchter Gefangenenbefreiung.

Bildmaterial von Oliver Feldhaus und Björn Kietzmann.

Hunderte demonstrieren in Kreuzberg nach dem Tod von Berkin Elvan

Yusuf Beyazit

Rund 700 Menschen zogen am Abend durch den Berliner Bezirk Kreuzberg, um gegen die Polizeibrutalität in der Türkei zu protestieren und dem einen Tag zuvor nach 269tägigem Koma verstorbenen Jugendlichen Berkin Elvan zu gedenken.
In Sprechchören erinnerten die Demonstranten an Berkin Elvan und forderten den Rücktritt von Recep Tayyip Erdogans AKP-Regierung.

Bildmaterial von Yusuf Beyazit, Andrea Linss und Thorsten Strasas.

Rund 1.000 Menschen demonstrieren in Berlin spontan nach dem Tod von Berkin Elvan

Oliver Feldhaus

Rund 1.000 Menschen haben in Berlin Kreuzberg spontan demonstriert, nachdem am Morgen der 15jährige Berkin Elvan nach 269 Tagen im Koma gestorben war. Berkin Elvan würde während der Gezi-Proteste von der türkischen Polizei als völlig Unbeteiligter mit einer Tränengasgranate am Kopf getroffen – er wollte nur für seine Mutter Brot holen.
Die Demonstranten in Berlin bekundeten auf Schildern, Transparenten und in Sprechchören ihre Trauer und ihre Solidarität mit der Familie von Berkin Elvan, sowie der Gezi-Park-Bewegung.

Bildmaterial von Florian Boillot, Oliver Feldhaus, Christina Palitzsch und Thorsten Strasas.

Möglicherweise Brandstiftung im Refugee Protest Camp am Oranienplatz

Florian Boillot

Heute früh um fünf Uhr wurde mutmaßlich Brandstiftung an einem Zelt des Refugee Protestcamps am Oranienplatz begangen. Ein schlafender Flüchtling konnte noch von anderen gerettet und aus dem brennenden Zelt geholt werden. Erst vor wenigen Tagen wurde auf der Facebook-Seite „Nein zum Camp“ über die leichte Brennbarkeit der Unterkünfte spekuliert.

Bildmaterial von Florian Boillot und Björn Kietzmann.

Demonstration nach einem Jahr Lampedusa in Hamburg

Yusuf Beyazit

Rund 5.000 Menschen folgten dem Aufruf von Flüchtlingen und Unterstützern, unter dem Motto „Ein Jahr Lampedusa in Hamburg – Keine Ruhe für den Hamburger Senat“ in der Hamburger Innenstadt zu demonstrieren.

„Anlass ist der Jahrestag des Endes des als „Notstand Nordafrika“ bezeichneten italienischen Programms zur Aufnahme von Kriegsflüchtlingen aus Libyen, welches am 28. Februar 2013 beendet wurde. Die italienischen Behörden schlossen damals die Aufnahmelager und setzten die BewohnerInnen auf die Straße, erteilten den Flüchtlingen Aufenthaltserlaubnisse und drängten sie, Italien Richtung Nordeuropa zu verlassen. Mit dieser Aufforderung brachten die italienischen Behörden zum Ausdruck, was auch viele Gutachten und Berichte von Menschenrechtsorganisationen belegen – dass es für Flüchtlinge in Italien keine Perspektive für ein menschenwürdiges Leben gibt. Einige der Betroffenen schlossen sich in Hamburg zu der Gruppe Lampedusa in Hamburg zusammen und kämpfen seitdem für ein Bleiberecht aus humanitären Gründen. Nach einem Jahr des kräftezehrenden Kampfes steht der Hamburger Senat unserer Forderung nach einem kollektiven Bleiberecht noch immer ablehnend gegenüber und versucht die humanitäre Krise auf Hamburgs Straßen einfach auszusitzen.“

Aus: Aufruf von lampedusa-in-hamburg.tk

Bildmaterial von Yusuf Beyazit und Johann Stemmler.