Archiv für Februar 2014


Refugees besuchen Frontex

Oliver Feldhaus

Sie waren nicht eingeladen zum EurActiv.de Workshop – „Maritime Grenzen der EU – Wo steht die Europäische Union“ – sie waren trotzdem da. Etwa 30 Refugees vom Protest Camp am Oranienplatz. Sie wußten sich auch heute Gehör für ihre Anliegen zu verschaffen. So musste sich auch Gil Arias der Deputy Executive Director von FRONTEX deutliche Worte sagen lassen, z.B. „Freedom of movement is everybody’s right!“.

Bildmaterial von Oliver Feldhaus.

Proteste gegen das Grenzregime der EU und den Toten vor Ceuta

Oliver Feldhaus

Unter dem Motto „Schluss mit Mord und Verfolgung an den Toren der Festung Europa!“ demonstrieren Refugees vor der spanischen und marokkanischen Botschaft gegen des Grenzregime der EU und den mindestens 15 Toten, die dieses Regime gekostet hat, als Tage zuvor rund 400 Flüchtlinge versuchten, die Grenzbefestigungen zur spanischen Enklave Ceuta zu überwinden. Dutzende weitere wurden verletzt oder illegal nach Marokko abgeschoben.

Bildmaterial von Oliver Feldhaus und Dirk Stegemann.

Achter Gedenkmarsch zur Erinnerung an die afrikanischen Opfer von Sklavenhandel, Sklaverei und Kolonialismus

Thorsten Strasas

Rund 150 Menschen nahmen im achten Jahr in Folge an einer Demonstration zur Erinnerung an die Opfer von Sklaverei und Kolonialismus in Berlin teil. In Redebeiträgen wurde an die Verbrechen Deutschlands in den Kolonien erinnert und massive Kritik an dem Verhalten von Museen geübt, die sich weigern, aus Afrika geraubte Bestände zurückzugeben.
Auch das Humboldtforum war Gegenstand von Kritik und das Vorhaben, in dem neu errichteten Sitz der ehem. Kolonialherrscher geraubte Bestände aus Afrika auszustellen, als geschmacklos verurteilt.
Die Umbenennung der Berliner Mohrenstraße, war ebenfalls eine der Forderung.
Am Denkmal für die Opfer der Kolonialzeit in der Wilhelmstraße wurde ein Kranz niedergelegt.

Bildmaterial von Florian Boillot, Oliver Feldhaus, Björn Kietzmann, Andrea Linss und Thorsten Strasas.

Toilettenwagen des Refugee Protest Camps am Oranienplatz abgebrandt

Florian Boillot

Heute früh gegen 06.00 Uhr brandte der Toilettenwagen des Refugeecamps am Oranienplatz. Feuerwehr, Polizei und Kripo waren vor Ort. Anzeige wurde gestellt und Ermittlungen wegen mutmaßlicher Brandstiftung laufen. Für eine kurzfristige Lösung (Dixi-WC) und langfristig einen neuen Toilettenwagen sowie möglicher Weise versicherungstechnische Fragen werden nun weitere Spenden benötigt.

Bildmaterial von Florian Boillot und Björn Kietzmann.

Tausende Schüler streiken und demonstrieren gegen Abschiebungen und Rassismus

Oliver Feldhaus

Mehrere tausend Schüler beteiligen sich an einem Schülerstreik und mehreren, teilweise spontanen Demonstrationen in Berlin gegen Rassismus, Abschiebungen und für ein menschliches Asylverfahren, sowie den Erhalt des Refugee Prostest Camps am Oranienplatz in Kreuzberg. Auch die Refugees beteiligen sich an den Aktionen.

Bildmaterial von Oliver Feldhaus, Eniola Itohan und Björn Kietzmann.

Die obdachlosen ehemaligen Bewohner der Eisfabrik suchen das Gespräch mit dem Sozialsenat Berlin

OIiver Feldhaus

Die obdachlosen ehemaligen Bewohner der Eisfabrik zogen von ihrer derzeitigen Notunterkunft in der Heilig-Kreuz-Kirche zum Sozialsenat, um erneut über Lösungsmöglicheiten zur Beendigung ihrer Obdachlosigkeit zu sprechen. In dem rund einstündigen Gespräch bot die Senatsverwaltung jedoch keine Hilfe an, sondern verwies lediglich an die Zuständigkeit der Bezirksämter und die Berliner Kältehilfe. Die Heilig-Kreuz-Kirche hatte indes zugesagt, dass die Betroffenen bis Montag in einer Einrichtung für Wohnungslose der Gemeinde unterkommen können.

Bildmaterial von Oliver Feldhaus.