Archiv für Oktober 2013


Aktivisten von Lampedusa Berlin im Abgeordnetenhaus

Dirk Stegemann

Aktivisten von Lampedusa Berlin besuchen eine Plenarsitzung des Abgeordnetenhauses. Anlass war die Thematisierung der Flüchtlingsproteste im Plenum.

Bildmaterial von Dirk Stegemann.

Demonstration „Lampedusa in Berlin – Wir bleiben hier!“

Oliver Feldhaus

Mit dieser Demonstration wollten die über Lampedusa in das Refugeecamp Oranienplatz nach Berlin gelangten Refugees ihre Forderung nach einem Haus und einem Bleiberecht untermauern. Für beide Forderungen wurden am Tag darauf Anträge ins Abgeordnetenhaus von Berlin eingebracht.

Bildmaterial von Oliver Feldhaus.

Am Ende der Demonstration kam es wegen einer angeblichen Vermummung zu körperlichen Übergriffen seitens der Polizei und fünf Personen wurden in Gewahrsam genommen. Eine Person musste ins Krankenhaus.

Bildmaterial von Dirk Stegemann.

Refugees beenden trockenen Hungerstreik nach Zusagen durch Politiker

© Thorsten Strasas

Nachdem im Laufe des Tages wieder mehrere Hungerstreikende ärztlich versorgt werden mussten, einige auch mehrmals, kam es zum Abend hin zu Verhandlungen mit der Berliner Senatorin für Integration Dilek Kolat (SPD) und dem migrationspolitischen Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag Rüdiger Veit, Dr. Michael Griesbeck, Vizepräsident des Bundesamtes fuer Migration und Fluechtlinge und Vertretern der ev. Kirche.

Es wurde vereinbart, dass die Refugees bis Februar 2014 in Berlin bleiben dürfen und ihre Asylanträge wohlwollend geprüft werden. Desweiteren wird die SPD die Forderungen der Refugees, u.a. nach Abschaffung der Residenzpflicht, mit in die Koalitionsverhandlungen zur Bundesregierung mit der CDU nehmen.

Daraufhin beendeten die Refugees ihren Hungerstreik.

Bildmaterial von Yusuf Beyazit, Christian Ditsch, Oliver Feldhaus, Eniola Itohan, Andrea Linss und Thorsten Strasas.

Berliner Refugees nehmen an Demonstration in Rostock teil

Dirk Stegemann

An einer Demonstration in Rostock mit rund 1.500 Teilnehmern unter dem Motto „Refugees welcome!“ nahmen auch Refugees aus Berlin teil.

Bildmaterial von Dirk Stegemann.

Der zehnte Tag bringt Zusammenbrüche und Durchhaltewillen

Thorsten Strasas

Mit unglaublicher Willensstärke, aber körperlich sehr stark geschwächt, durchstehen die Refugees auch den zehnten Tag des Hungerstreiks. Die Einsätz der Feuerwehr sind etwas weniger geworden – wohl eine Folge der andauernden Hilfe der letzten Tage.

Christian Ströbele ist im Lager und spricht mit Vertretern der Refugees.

Bildmaterial von Oliver Feldhaus, Andrea Linss, Dirk Stegemann und Thorsten Strasas.

Dauernde Einsätze von Notärzten und Feuerwehr an Tag neun am Brandenburger Tor

Thorsten Strasas

Der trockene Hungerstreik der Refugees lässt diese immer wieder kollabieren. Die Einsätze von Feuerwehr und Notärzten werden in trauriger Regelmäßigkeit notwendig.

Der evangelische Bischof von Berlin Markus Dröge, sowie Prälat Dr. Martin Dutzmann und Diakonie Präsident Johannes Stockmeier besuchen das Lager.

Bildmaterial von Christian Ditsch, Oliver Feldhaus, Andrea Linss, Dirk Stegemann und Thorsten Strasas.

Der Zustand der Hungerstreikenden verschlechtert sich am achten Tag

Christian Ditsch

Am achten Tag des inzwischen trockenen Hungerstreiks am Brandenburger Tor verschlechtert sich der Zustand der Refugees immer mehr. Regelmäßig kommt nun der Notarzt zum Einsatz, mindestens 19 Refugees müssen im Krankenhaus versorgt werden.

Bildmaterial von Christian Ditsch, Oliver Feldhaus, Andrea Linss und Dirk Stegemann.

Tag sieben des Hungerstreiks am Brandenburger Tor

Oliver Feldhaus

Die Lage der Refugees am Brandenburger Tor verschlechtert sich. Immer wieder kommen Feuerwehr und Notärzte zum Einsatz. Zudem treten die Refugees nun auch in einen trockenen Hungerstreik und verweigern die Aufnahme von Flüssigkeit.

Derweil besucht auch Christian Ströbele das Lager.

Bildmaterial von Florian Boillot, Oliver Feldhaus, Eniola Itohan, Andrea Linss und Dirk Stegemann.

Sechster Tag des Hungerstreiks von Refugees auf dem Pariser Platz

Oliver Feldhaus

Die Refugees setzen ihren Hungerstreik auch am sechsten Tag fort. Immer wieder kommt es am Rande zu Diskussionen zwischen Unterstützern und Passanten.

Bildmaterial von Christian Ditsch, Florian Boillot, Oliver Feldhaus, Eniola Itohan, Andrea Linss und Dirk Stegemann (Set 1 Pressekonferenz), Dirk Stegemann (Set 2).

Fünfter Tag des Hungerstreiks auf dem Pariser Platz

Oliver Feldhaus

In mitten des touristischen Trubels und versorgt von Unterstützern setzen die rund zwei Dutzend Refugees ihren Hungerstreik auch am fünften Tag fort.

Bildmaterial von Florian Boillot, Oliver FeldhausAndrea Linss, Gabriele Senft und Dirk Stegemann.

Kaffee-Kuchen-Menschenrechte. Encounters with Refugees.

Yusuf Beyazit

Die Refugees vom Protest Camp laden in Zusammenarbeit mit dem Kunstvermittlungsprogramm der nGbK zu Kaffee und Kuchen ein, um über ihre Geschichten zu informieren und gleichzeitig Wege der Veränderung zu erörtern.

Bildmaterial und Einladung der Refugees von Yusus Beyazit.

Der Hungerstreik am Brandenburger Tor geht in den vierten Tag

Oliver Feldhaus

Während die Refugees in der Mitte Berlins weiter hungern, nutzen andere die Kulisse als Hintergrung für Hochzeitsbilder. Währenddessen müssen die ersten Flüchtlinge ärztlich versorgt werden.

Bildmaterial von Florian Boillot, Oliver Feldhaus, Eniola Itohan, Andrea Linss und Thorsten Strasas.

Tag 3 des Hungerstreiks auf dem Pariser Platz

Oliver Feldhaus

Unbeirrt setzen die Refugees ihren Hungerstreik am Brandenburger Tor fort.

Bildmaterial von Yusuf Beyazit, Florian Boillot, Oliver Feldhaus und Andrea Linss.

Fast 300 Tote vor Lampedusa: Demonstration gegen die europäische Flüchtlingspolitik

(c) Thorsten Strasas

Rund 150 Refugees und Unterstützer zogen von der bis dahin besetzten Botschaft der Europäischen Union am Pariser Platz über en Reichstag bis zum Bundeskanzleramt. Ich Sprechchören und Redebeiträgen forderten sie eine Änderung der europäischen Asyl- und Flüchtlingspolitik, sowie ein Bleiberecht für alle Flüchtlinge. Vor dem Bundeskanzleramt wurden Kerzen in Erinnerung an die rund 300 Toten, die vor kurzem bei dem Versuch italienisches Festland zu erreichen ertranken.

Der Aufruf.

Bildmaterial von Eniola Itohan, Andrea Linss, Johann Stemmler und Thorsten Strasas.

Refugees besetzen vorübergehend die Vertretung der Europäischen Kommission

Florian Boillot

Für einige Stunden besetzen Refugees das Europahaus, die Vertretung der Europäischen Kommission, um gegen die europäische Abschottungspolitik und das Grenzregime von Frontex zu protestieren. Die Besetzung stand unter dem Motto „EU, stop killing refugees“ und fand unter dem Eindruck von fast 300 Toten vor Lampedusa statt. Sie verlief friedlich.

Bildmaterial von Yusuf Beyazit, Florian Boillot, Andrea Linss, Dirk Stegemann und Johann Stemmler.